13. Juli 2020, 11:00

Der Verein für ambulante Krankenpflege Wemding besuchte St. Emmeram

Eine Führung durch St. Emmeram unternahm der Verein für ambulante Krankenpflege Wemding e.V. Bild: Verein für ambulante Krankenpflege Wemding e.V.
Eine Führung durch die neu restsurierte Wemdinger Stadtpfarrkirche St. Emmeram unternahm der Verein ambulante Krankenpflege Wemding e.V. vor Kurzem.

Im Veranstaltungsreigen des Sommerprogramms 2020 des Vereins für ambulante Krankenpflege Wemding e.V. haben 44 Mitglieder am kirchlichen Feiertag Peter und Paul von Stadtpfarrer Wolfgang Gebert eine aufschlussreiche Kirchenführung in der Pfarrkirche St. Emmeram erhalten. Die Pfarrkirche erstrahlt nach der Restaurierung derzeit im Sommerlicht und die Raumhöhe von Langhaus wie auch Chorraum, erscheint dem Gotteshausbesucher nun optisch größer und höher. Stadtpfarrer Wolfgang Gebert ging bei seinen Ausführungen auf die Baugründerzeit der Kirche 1030 bis 1060 ein und berichtete, dass die südliche Turmsakristei nach Aussagen des Kreisheimatpflegers zu den ältesten Bauwerken im Landkreis Donau-Ries zählt. Mehrere größere bauliche Veränderungen ergaben sich über die Jahrhunderte. So wurde das Langhaus um 1650 aufgestockt und der jetzige bestehende Kirchendachstuhl im Chorbereich stammt aus dem Jahr 1425. Pfarrer Wolfgang Gebert ging bei seiner Kirchenführung insbesondere auf den Hochaltar ein und erläuterte die einzelnen Altaretagen. Dieser mächtig aufstrebende Hochaltar, geschaffen 1630 – 1633 von dem Augsburger Bildhauer Augustin Mannasser, der 1635 in Donauwörth an der Pest starb, ist das Herzstück der Kirche. Dominant ist das Vesperbild, das Jesus nach seinem erlittenen Tod im Schoß von der Mutter Maria zeigt. Auch die großen mächtigen Heiligenfiguren von den Kirchenführern Peter und Paul sowie der Kirchenpatron Bischof St. Emmeram wirken vom Altar aus imposant auf den Besucher. Die beiden Stuckmarmoraltäre, der Pfingstaltar und St. Sebastianaltar, sind das Werk des bayerischen Altarbauers, Stuckators und Barockarchitekten Dominikus Zimmermann (1685-1766) aus Wessobrunn. Aus seinen ersten Jahren stammen mehrere Altarbauten, die meist mit Scagliola-Arbeiten (Steinlegearbeiten) geschmückt sind. Pfarrer Wolfgang Gebert ging auch auf die verschiedenen Grabsteine und Epitaphien ein. Die Besucher dankten Stadtpfarrer Wolfgang Gebert für seine Kirchenführung. 1. Vorsitzender Gottfried Hänsel überbrachte ein Buchgeschenk und mit dem Kirchenlied „Großer Gott wir loben Dich“ endete die kulturelle Nachmittagsstunde.(pm)