18. September 2020, 08:15

AOK fördert kommunales Modellprojekt

Die „gesund mit Kunst“-Workshops leiten (von rechts) Katrin Klemme (Heilerziehungspflegerin Diakoneo Pol-singen), Sandra Mayer (Heilpädagogin Diakoneo Polsingen), Annette Steinacker-Holst (Künstlerin und Leiterin des KunstMuseums Wemding), Michael Meyer (Direktor AOK Donauwörth), Richard Jarrett (Abteilungsleiter Dia-koneo Werkstatt Polsingen), Jutta Kobusch (AOK Gesundheitsförderung) sowie Dr. Martin Drexler (Erster Bürgermeister Stadt Wemding).
Bild: Dorothee Mirbach-Kirchhoff
Kunst wirkt positiv auf Gefühl, Körper und Geist. Die AOK unterstützt gesundheitsfördernde kunstpädagogische Ansätze und kooperiert dazu mit dem Kunstmuseum Donau-Ries in Wemding. Bei dem neuen Präventionsangebot handelt es sich um den inklusiven Workshop „Mit dem Herzen sehen – hören – gestalten“. Das Projekt richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger, Jugendliche und Menschen mit Behinderung.

„Durch dieses neue kunstpädagogische und zugleich gesundheitsfördernde Angebot soll besonders die Lebensqualität und die Selbstwirksamkeit der Teilnehmer gestärkt sowie deren Teilhabe gefördert werden“, so Michael Meyer, Direktor der AOK Donauwörth. Die AOK setzt das Modellprojekt gemeinsam mit dem landesweiten kommunalen Netzwerk STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V. um. Mit dem Projekt sollen inhaltlich neue gesundheitsförderliche Zugänge in der Lebenswelt Kommune geschaffen werden. Verhaltenspräventive Maßnahmen finden in einem völlig neuen Rahmen statt, der Kunsterlebnisse mit Gesundheitsförderung verbindet. „Unser Gesundheitsprojekt ist innovativ und setzt neue Impulse in der Gesundheitsförderung“, so Annette Steinacker-Holst, Leiterin des Kunst-Museums Donau-Ries in Wemding. Durchgeführt werden die Veranstaltungen von Fachkräften der DIAKONEO Polsingen, die über eine künstlerische Ausbildung und einer weiteren, vom Gesetzgeber vorgegebenen Qualifikation gemäß dem Leitfaden Prävention verfügen. Im Rahmen des Projekts werden kunstpädagogische Angebote mit Gesundheitsbezug entwickelt, erprobt und evaluativ begleitet. Der Workshop findet mit maximal 15 Teilnehmern statt und es werden hierbei vier Stationen durchlaufen: Die Klangspielwerkstatt, der tanzpädagogische Bereich, das Museumsatelier sowie das Schattentheater.

Melanie Huml, Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, und Bernd Sibler, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, haben gemeinsam die Schirmherrschaft für das Gesamtprojekt übernommen. Insgesamt sollen im Freistaat in 20 Städten über 100 Veranstaltungen stattfinden. (pm)