16. Oktober 2018, 16:35

„Nathan der Weise" im Stadtsaal „Klösterle"

Nathan der Weise
Bild: Marina Maisel
„Nathan der Weise“ wird am Dienstag, dem 6. November 2018 im Stadtsaal „Klösterle“ aufgeführt. Das Stück der Stunde, wenn man die nach wie vor ungelösten religiösen Konflikte unserer Zeit sieht, steht auf dem Spielplan des städtischen Theaterprogramms.
Nördlingen - Das Stück der Stunde, wenn man die nach wie vor ungelösten religiösen Konflikte unserer Zeit sieht, steht am Dienstag, 6. November 2018 auf dem Spielplan des städtischen Theaterprogramms. „Nathan der Weise“, ein Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing wird von der Theateragentur a.gon münchen inszeniert und gespielt. Mit großer Weitsicht beschreibt Lessing nicht nur den sinnlosen Alleinvertretungsanspruch der drei monotheistischen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam, er bietet auch eine kluge, immer gültige Lösung an. Die Handlung spielt nicht zufällig im Jerusalem der Zeit des dritten Kreuzzuges. An jenem heiligen Ort also, den schon damals jede der Religionen für sich reklamierte.
Sultan Saladin wendet sich wegen eines Darlehens an den wohlhabenden und edelmütigen jüdischen Kaufmann Nathan. Im Gespräch stellt er Nathan die Frage, welche der drei Religionen dieser für die Wahre halte. Nathan antwortet mit einem Märchen, der berühmten Ringparabel. Darin geht es um eine alte Tradition in einer Familie, nach der der Vater einen kostbaren, mit besonderer Kraft ausgestatteten Ring jeweils seinem liebsten Sohn zu vererben hat. Nun tritt der Fall ein, dass ein Vater seine drei Söhne alle gleich liebt. Er lässt zwei perfekte Kopien des Ringes anfertigen, und so erbt jeder Sohn einen Ring. Die Söhne streiten sich, wer nun den echten Ring habe. Ein Richter trägt jedem von ihnen auf, so zu leben und zu handeln, als wäre sein Ring der Echte und erst nach langer Zeit wiederzukommen...
Das hochklassige Ensemble bietet ein fulminantes Plädoyer für religiöse Toleranz. Der bis heute gültige Kern von Lessings Botschaft wird als eines der besten Theaterstücke über ein friedliches Zusammenleben von Christen, Juden und Moslems angesehen. Angesichts des großen Publikumszuspruches ist die Produktion von a.gon münchen mit Peter Kremer in der Hauptrolle bereits auf Wiederholungstournee.
Peter Kremer bekannt aus vielen TV-Serien unter anderem der ZDF-Krimireihe „Siska“, spielt im achtköpfigen Ensemble die Hauptrolle.Wie gewohnt bietet die städtische Kultur ermäßigte Eintrittspreise für Schulklassen. Diese und alle weiteren Karten sind bei der Tourist-Information der Stadt Nördlingen erhältlich, bzw. im Internet unter www.ticket.noerdlingen.de können Einzelkarten reserviert werden. Bei Besuchen von Schulklassen wird um telefonische Rückfrage unter Telefon 09081/84-186 bzw. 09081/84-184 gebeten. (pm)