Wie kann die Energiewende dazu beitragen, die regionale Wertschöpfung zu stärken, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und den Landkreis zukunftsfähig aufzustellen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der zweite Nachhaltigkeitstag des Landkreises Donau-Ries, der am 5. Oktober im Landratsamt stattfand. Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Wirtschaft, Energieversorgung, Landwirtschaft sowie Fachbehörden nutzten die Veranstaltung, um sich über aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der Energieversorgung auszutauschen.
Landrat Michael Dinkelmeier betonte in seinem Grußwort die Bedeutung einer gemeinsamen Gestaltung der Energiezukunft: „Unsere Energiezukunft findet vor Ort statt. Sie wird in unseren Gemeinden, Unternehmen, auf unseren Höfen und in unseren Häusern gestaltet.“ Gleichzeitig verwies er darauf, dass Energiefragen heute weit über die reine Versorgung hinausgehen und eng mit regionaler Wertschöpfung, wirtschaftlicher Entwicklung und der Lebensqualität im Landkreis verbunden sind.
Energiewende vor Ort gestalten
Dass die Energiewende bereits vielerorts im Landkreis sichtbar wird, zeigen Projekte wie das innovative Wärmenetz in Mertingen oder die Agri-Photovoltaikanlage in Oberndorf. Solche Beispiele verdeutlichen, wie technische Innovation und regionale Zusammenarbeit zu konkreten Lösungen vor Ort führen können. Fachliche Impulse lieferten die beiden Referenten der Veranstaltung. Ludwig Karg, langjähriger Experte für nachhaltige und regionale Versorgungssysteme, sprach über die Chancen einer dezentralen und gemeinschaftlichen Energieversorgung. Dabei zeigte er auf, wie neue Modelle der Zusammenarbeit dazu beitragen können, Energie sicher, wirtschaftlich und regional bereitzustellen. Einen Blick auf die Möglichkeiten intelligenter Energiesteuerung warf Thomas Haupt. Der Wissenschaftler und Entwickler des herstellerunabhängigen Vergleichstools „HEMS-Finder“ erläuterte, wie moderne Home-Energy-Management-Systeme dabei helfen können, Stromerzeugung, Speicherung und Verbrauch effizient aufeinander abzustimmen. Beim anschließenden Austausch wurde deutlich: Die Energiewende lebt vom Dialog und von Menschen, die neue Ideen vor Ort umsetzen. Der Nachhaltigkeitstag bot hierfür eine wertvolle Plattform und setzte wichtige Impulse für die weitere Entwicklung einer nachhaltigen Energiezukunft im Landkreis Donau-Ries.
Der Bereich Klimaschutz ist Teil der Stabsstelle Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit des Landkreises Donau-Ries. Die Stabsstelle gestaltet gemeinsam mit ihren Partnern die nachhaltige Entwicklung des Landkreises und setzt Impulse für Wirtschaft, Lebensqualität, Klimaschutz und regionale Zusammenarbeit. (dra)