Tierarten

Neue Lebensräume für Wildbienen und Amphibien

Neue Lebensräume für Wildbienen und Amphibien in Nördlingen geschaffen.
Bild: Kurt Kroepelin
Im Nördlinger Stadtgebiet entstanden neue Brutplätze für Wildbienen und Laichgewässer für Amphibien. Dafür dankt Oberbürgermeister David Wittner dem Rieser Naturschutzverein.

Mit mehreren gezielten Maßnahmen zum Artenschutz sind im Nördlinger Stadtgebiet neue Lebensräume für gefährdete Tierarten entstanden. Der Rieser Naturschutzverein hat Brutplätze für Wildbienen sowie neue Laichgewässer für Amphibien angelegt. Organisiert und koordiniert wurde die Aktion von Kurt Kröppelin vom Rieser Naturschutzverein, maßgeblich beteiligt war zudem Stadträtin Dr. Susanne Gabler.

Im Mittelpunkt der Maßnahmen stand die Schaffung geeigneter Brutplätze für Wildbienen. Diese spielen als Bestäuber eine zentrale Rolle für das ökologische Gleichgewicht und sind für viele Wild- und Kulturpflanzen unverzichtbar. Um ihnen geeignete Lebensräume zu bieten, wurden am Lindle sowie an der Villa Rustica neue Brutplätze angelegt.

Dazu wurde mit einem Bagger gezielt der Oberboden abgetragen, sodass offene Rohbodenflächen entstanden. Viele Wildbienenarten sind auf solche sonnigen, offenen Hangbereiche angewiesen, um ihre Nester im Boden anlegen zu können.

Neue Brutplätze und Laichgewässer stärken gefährdete Arten

Die Auswahl der Standorte erfolgte auf Grundlage der Untersuchungen des Kompetenzzentrums Wildbienen gGmbH in Neustadt, das im Auftrag des Landkreises geeignete Flächen im gesamten Landkreis geprüft und auch im Nördlinger Stadtgebiet entsprechende Bereiche identifiziert hatte.

Neben den Maßnahmen für Wildbienen wurden auch neue Laichgewässer für Amphibien geschaffen. Am Lachberg sowie ebenfalls am Lindle wurden kleine Tümpel angelegt, die insbesondere der stark gefährdeten Gelbbauchunke zugutekommen sollen. Diese Amphibienart ist auf regelmäßig neu entstehende, flache Gewässer angewiesen. In dauerhaft bestehenden Gewässern entwickeln sich häufig Fressfeinde wie Libellenlarven, die für die Kaulquappen zur Gefahr werden können.

Als Bestandteil eines funktionierenden Ökosystems trägt die Gelbbauchunke zugleich zur Regulierung von Insektenbeständen bei und gilt als wichtiger Indikator für intakte Lebensräume.

Oberbürgermeister David Wittner dankt den Beteiligten für ihr Engagement: „Ich danke dem Rieser Naturschutzverein, insbesondere Kurt Kröppelin, sowie Stadträtin Dr. Susanne Gabler sehr herzlich für ihren Einsatz für den Naturschutz in unserer Region.“

Der Rieser Naturschutzverein wird die neu geschaffenen Lebensräume in den kommenden Jahren weiter beobachten und begleiten. (dra)