22. März 2019, 09:00

Wasser ist ein Menschenrecht

Bild: Bayerische Rieswasserversorgung
Heute ist Weltwassertag 2019. Der Tag steht unter dem Motto „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle.“

Seit 25 Jahren ist der 22. März der Weltwassertag der Vereinten Nationen. 2019 betont er unter dem Motto „Leaving no one behind – water and sanitation for all“ – „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“ die Bedeutung des Zugangs zu sauberem Wasser überall auf der Welt.

„Der Zugang zu sauberem Wasser ist kein Privileg, sondern ein Menschenrecht. Leider ist dieses Recht für viele Menschen auf der Welt noch immer nicht Realität. Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung und -aufbereitung sind notwendige Voraussetzungen für Entwicklung und Wohlstand. Die hohen Standards beim Trink- und Abwasser, wie wir sie aus Deutschland kennen, sind keine Selbstverständlichkeit“, so Christof Lautner, Werkleiter der BRW.

Die wichtigste Voraussetzung für die hohe Qualität des Trinkwassers hierzulande ist der Schutz der natürlichen Ressourcen. Von 188 Milliarden vorhandenen Kubikmetern Grund-, Oberflächen- und Quellwasser werden in Deutschland pro Jahr nur etwa 2,7 Prozent gefördert. Das Wasser, das am Ende aus der Leitung kommt, ist qualitativ hochwertig, wie das Umweltbundesamt 2018 erneut bestätigte und sollte öfters einmal getrunken werden. Außerdem ist es das mit Abstand günstigste Lebensmittel in Deutschland: Ein Liter kostet im Durchschnitt nur 0,2 Cent. Der durchschnittliche Wassergebrauch in Deutschland ist seit 1990, bezogen auf die Abgabe der öffentlichen Wasserversorger im Bereich Haushalte und Kleingewerbe, um 20 Prozent gesunken. Mit jährlichen Investitionen in Höhe von rund 5 Millionen Euro legt die BRW großen Wert auf die Erhaltung der hohen Qualitätsstandards und Sicherung der Trinkwasserversorgung in Nordschwaben. 

Ebenso wichtig wie die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist die Aufbereitung des entstehenden Abwassers. Abwasserentsorgung bedeutet Sicherheit. In Deutschland sind etwa 97 Prozent der Haushalte an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. 

Auch die Verbraucher bewerten die Wasserversorgung in Deutschland weiterhin positiv. In einer aktuellen Umfrage des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bescheinigen 79 Prozent der Befragten ihrem Trinkwasser gute bis sehr gute Qualität. Die Wasserversorger selbst genießen ebenfalls ein gutes Image unter den Verbrauchern: 70,5 Prozent sind mit der Leistung ihres Wasserversorgers in hohem beziehungsweise höchstem Maße zufrieden.

Der Weltwassertag, 1992 von der UNESCO ins Leben gerufen, findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt und soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Ressource Wasser schärfen. Zum Weltwassertag 2018 hat die UN-Weltwasserdekade begonnen, die bis März 2028 andauert und mit der die Vereinten Nationen besonders auf die Themen Wasser und Gewässerschutz aufmerksam machen.

Weitere Informationen zum Weltwassertag 2019 finden Sie unter https://www.weltwassertag.com/.

Die offizielle Homepage der Vereinten Nationen zum Thema Wasser und Sanitärversorgung:  http://www.unwater.org/

Gewässertyp des Jahres 2019:

Das Umweltbundesamt kürt seit 2011 jährlich anlässlich des Weltwassertages den „Gewässertyp des Jahres“. Damit soll die Schutzwürdigkeit von Gewässern in der Öffentlichkeit thematisiert werden. Der Gewässertyp des Jahres 2019 wird „das große Nordseeästuar“. In Deutschland gibt es drei solcher Ästuare: die Mündungsbereiche von Ems, Weser und Elbe in die Nordsee. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaessertyp-des-jahres. (pm)