Veranstaltung

THG verbindet Kunst und Musik auf besondere Weise

Beim Jazz-Kunst-Abend begeisterte die Big Band des THG unter dem Dirigat von Andreas Nagl auf der Bühne ebenso wie die Kunstwerke in der Aula, wie z.B. das Modell von Daniel und St. Georgs-Kirche im Maßstab 1:47. Bild: Maximiliane Böckh
Am Theodor-Heuss-Gymnasium wurden Musik und Kunst auf eine besondere Art verbunden. Während die Big Band für den Hörgenuss sorgte, boten Schülerprojekte ein beeindruckendes Kunsterlebnis.

War die Jazz-Kunst-Matinee in den vergangenen Jahren zu einer traditionellen Einrichtung am Theodor-Heuss-Gymnasium Nördlingen geworden, wurde sie heuer auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler in eine Abendveranstaltung verwandelt. Eingeladen hatten hierzu die Big Band unter der Leitung von Andreas Nagl sowie die Fachschaft Kunst. Dabei stand der Abend ganz unter dem Eindruck beider Fächer.

So stach den Gästen beim Betreten der Aula zunächst die Ausstellung mit mannigfaltigen Arbeiten aus dem Kunstunterricht ins Auge. Dabei reichte die Bandbreite von Selbstportraits in verschiedenen Stilrichtungen über Lampenentwürfe, Leporelli zum Thema „Kinderrechte“ und farbenfrohen Gemälden zum Mythos Atlantis bis hin zu Linoldrucken, Falttechnikhüten und aufwändigen Mode-Projekten.

Begrüßung und gelungene Führung durch das Programm

In ihrer Begrüßung würdigte Schulleiterin Dr. Renate Rachidi das Engagement aller beteiligten Künstler und Musiker als „hohe Motivation und ein inneres Feuer, das unbedingt unterstützt werden muss“, und wünschte dem Publikum einen unterhaltsamen und inspirierenden Abend.

Charmant und gekonnt führte wie gewohnt Amelie Kloster aus der Q12 durch das anderthalbstündige Musikprogramm und erläuterte die Besonderheiten der gehörten Stücke.

Energiegeladener Auftakt und musikalischer Höhepunkt

Den energiegeladenen Auftakt machte „Brass Machine“ von Mark Taylor. Das breit gefächerte Repertoire erstreckte sich danach u.a. von Camila Cabellos „Havana“, einem Popsong mit lateinamerikanischen Rhythmen, über „Tank!“ von Yoko Kanno, den Titelsong der Anime-Serie „Cowboy Bebop“, bis hin zum emotional eindringlichen „No time to die“ von Billie Eilish und Finneas O’Connell.

Den absolut krönenden Schlusspunkt vor der Pause bildete „Blue Rondo à la Turk“ von Dave Brubeck, ein echtes Klangfeuerwerk, das Dirigent Andreas Nagl dem Publikum noch als „sehr schwierig“ ankündigte und das mit seinem ungewöhnlichen 9/8-Takt keinen Zuhörer mehr ruhig auf dem Stuhl sitzen bleiben ließ.

Sonja Wahler, die Leiterin der Fachschaft Kunst, stellte zu Beginn der Pause kurz die präsentierten Kunstprojekte vor und ging dabei besonders auf die Arbeiten ein, die außerschulisch im Rahmen des Jugendwettbewerbs „Meine Heimat DONAURIES“ entstanden sind. In dieser Wanderausstellung des Landkreises wurden nicht nur Werke von Schülern des THG gezeigt, sondern auch anderer Schulen und Einrichtungen aus dem ganzen Landkreis.

Begeisterter Applaus zum Finale

Diese und weitere künstlerische Arbeiten konnten sich die Gäste in der dreißigminütigen Pause genauer betrachten, ehe die Bigband im zweiten Teil ihres Konzerts das Publikum u.a. mit dem Soul-Jazz-Stück „Watermelon Man“ zum Mitwippen, dem Welthit „Hey Jude“ von John Lennon sowie Paul McCartney zum (innerlichen) Mitsingen und mit Bobbys Troups „Route 66“ zum Mitträumen einlud.

Bis zum letzten Takt war das Auditorium in den Bann gezogen, sodass der frenetische Applaus am Ende das hohe musikalische Niveau der Big Band, insbesondere der hervorragenden Solisten, zu Recht belohnte. (dra)