Die Fotografin Rita Dollmann, die das Projekt mit ihren eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Aufnahmen gestaltet hat, führte die Besucher persönlich durch die Ausstellung. An den Fassaden der historischen Altstadt sind großformatige Fotografien zu sehen, die Hände der Musikerinnen und Musiker mit ihren Instrumenten in ausdrucksstarken Momenten zeigen. Während des Rundgangs erläuterte Rita Dollmann die Entstehung der einzelnen Motive, sprach über Bildaufbau, Hintergrundwahl, fotografische Technik und die Inspirationen, die sie während der Aufnahmen begleiteten. Dabei wurde deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel von Musiker, Instrument und Fotografin für die besondere Wirkung der Bilder ist.
Für das Projekt war Rita Dollmann einen Monat lang unterwegs. Die Aufnahmen entstanden an ganz unterschiedlichen Orten – unter anderem in einer Kirche, im Schloss sowie in privaten Räumen. Während dieser Zeit lernte sie zahlreiche Musiker kennen und erlebte die Vielfalt ihrer Instrumente hautnah. Ob die kraftvollen Klänge einer Trompete oder der warme Klang eines Flügelhorns – die musikalischen Begegnungen prägten auch ihre fotografische Arbeit.
An insgesamt 30 großformatigen Fotografien wird das Projekt eindrucksvoll präsentiert. Die Erklärungen der Fotografin eröffneten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neue Blickwinkel auf die Bilder und machten viele Details sichtbar, die auf den ersten Blick leicht übersehen werden. Die Führung stieß auf großes Interesse und wurde von den Besuchern mit viel Anerkennung aufgenommen. Sie zeigte eindrucksvoll, wie Fotografie nicht nur Musik sichtbar machen, sondern auch Geschichten erzählen und Emotionen vermitteln kann. (dra)