LAG Monheimer Alb-AltmühlJura

Fördermittel für vier Projekte aus dem Donau-Ries

Es gab grünes Licht für eine gebietsübergreifende Kooperation sowie vier Projekte in Monheim, Ebermergen, Mauren und Tagmersheim. Bild: LAG Monheimer Alb-AltmühlJura
Bei der Sitzung der LAG Monheimer Alb-AltmühlJura wurden vier Projekte aus der Region Donau-Ries mit Fördergeldern bedacht. Diese sollen die Region voranbringen.

„Ganz besonders freue ich mich auf die vielen schönen Projekte, die unsere Region voranbringen.“ Mit diesen Worten eröffnete die neue Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Monheimer Alb-AltmühlJura, Anita Ferber, die erste Sitzung des Entscheidungsgremiums unter ihrer Leitung. Gleich vier Einzelprojekte bewarben sich um eine Unterstützung aus dem LEADER-Fonds der Europäischen Union. Neben LEADERKoordinator Erich Herreiner (AELF Nördlingen-Wertingen) informierten sich auch Fachbeiratsmitglieder von Kreisjugendring, Bauernverband und Naturpark Altmühltal in der Mehrzweckhalle Langenaltheim über die Projekte und brachten ihr Fachwissen dazu ein.

Nach einem kurzen Bericht aus der Geschäftsstelle präsentierte Geschäftsführerin Melanie Pruis-Obel die Kooperationsvereinbarung „SommerRaum PLUS – resiliente Orte in Bayerisch Schwaben und Oberbayern“. Insgesamt sieben Lokale Aktionsgruppen bündeln darin Wissen und Ideen mit dem Ziel, resiliente Orte im öffentlichen Raum aufzuwerten und die Regionen bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Drei der 21 Teilprojekte sollen auf dem hiesigen LAG-Gebiet umgesetzt werden, nämlich in Monheim, Otting und Wolferstadt. Das Entscheidungsgremium stimmte einer Unterzeichnung der
Kooperationsvereinbarung geschlossen zu.

Monheims Bürgermeisterin Anita Ferber stellte mit „Grüne Inseln Monheim – mobile Bäume gegen Hitze“ gleich das erste Teilprojekt vor. Mobile Pflanztröge sollen die nahezu vollständig versiegelte Innenstadt durch die Schaffung von Schattenplätzen aufwerten und unter anderem für vegetative Abkühlung sowie flexible Gestaltung sorgen. Das Gremium sprach sich einstimmig für die Beantragung einer Förderung von bis zu 19.695,60 Euro aus, dies entspricht einem bei Kooperationsprojekten üblichen erhöhten Fördersatz von 60 Prozent.

Ebermergen und Mauren dürfen sich freuen

Anschließend präsentierten Lorena Eberhardt und Thomas Göttler das Einzelprojekt „Volltreffer Rote Rose – hier trifft sich Ebermergen“. Die Schützengesellschaft Rote Rose Ebermergen möchte das neue Schützenheim mit der notwendigen Innenausstattung, barrierefreiem Ausbau und Außenanlagen zu einem Treffpunkt für die gesamte Dorfgemeinschaft machen. Dafür wird das bestehende ehemalige Bankgebäude genutzt und sinnvoll mit dem Sportbetrieb kombiniert. Die passionierte Projektvorstellung belohnte das Entscheidungsgremium mit einstimmiger Befürwortung einer LEADER-Förderung in Höhe von maximal 53.695,74 Euro.

Inhaltlich ähnlich, aber doch mit einigen konzeptuellen Unterschieden wurde anschließend das Projekt „Dorf Raum Mauren – Gemeinschaft für alle Maurener Vereine“ vorgestellt. Bernd Schreitmüller, Florian Beck, Martin Eicher und Sebastian Funk als Vertreter des vereinsübergreifenden „Bauausschusses“ beschrieben eindrucksvoll, wie acht Maurener Vereine gemeinsam organisatorisch und finanziell an einem Ziel arbeiten: Die Einrichtung eines Dorfgemeinschaftsraumes mit Lagermöglichkeit für alle Vereine im neuen Feuerwehrhaus unter Nutzung von Synergieeffekten mit dem bestehenden Schützenheim. Auch von diesem Konzept zeigte sich das Entscheidungsgremium überzeugt und votierte einstimmig für die Beantragung einer Förderung in Höhe von bis zu 63.011 Euro.

Dorfladen Tagmersheim will rund um die Uhr geöffnet haben

Georg Schnell von der Dorfladen Tagmersheim UG informierte über das Projekt „Dorfladen Tagmersheim – Hybrid in die Zukunft“. Mit der geplanten Umrüstung auf 24/7-Zugang zusätzlich zu personell besetzten Öffnungszeiten möchte der Dorfladen seinem Kundenkreis einen erweiterten Service bieten, auf Bedarfe nach Flexibilität eingehen und durch die Nutzung von Digitalisierungschancen den Dorfladen als zentrale Einrichtung der Nahversorgung aufwerten und stabilisieren. Das Gremium sprach sich einstimmig für eine LEADER-Förderung von bis zu 23.799,84 Euro aus.

Pruis-Obel wies darauf hin, dass mit den erfolgten Beschlüssen nun rund 71 Prozent des LAGBudgets gebunden seien, etwa 500.000 Euro an Fördermitteln stünden aktuell verteilt über die vier Entwicklungsziele der LAG noch zur Verfügung. „Nach aktuellem Stand müssen unsere Mittel bis Januar 2027 per Beschluss gebunden sein, Restmittel werden danach umverteilt.“ Die nächste Sitzung des Entscheidungsgremiums wird daher am 27. Oktober 2026 stattfinden.

Projektideen, die darin behandelt werden sollen, müssen bis spätestens 29. September 2026 in der notwendigen Form bei der Geschäftsstelle der Lokalen Aktionsgruppe vorliegen. Alle relevanten Informationen dazu finden sich auf www.wirgestaltenheimat.de. (dra)