Bahnverkehr

Arverio verärgert über Informationsfluss - DB erklärt Sperrung der Riesbahn

Ein Arverio-Zug wartet auf einen DB-Zug im Gegenverkehr. Bild: Arverio/Winfried Karg
Die Sperrung der Strecke Donauwörth - Nördlingen sorgt bei Arverio weiter für Verärgerung. Ein großer Kritikpunkt ist dabei der Informationsfluss seitens der Bahn. Diese erklärt hingegen den Grund für die Sperrung.

Seit dem vergangenen Sonntag (9. August 2026) sorgt die Sperrung der Riesbahn für Beeinträchtigungen des Verkehrs zwischen Donauwörth und Nördlingen. Bereits damals hatte sich der Bahnanbieter Arverio verärgert über diese Situation gezeigt. Neben der Infrastruktur sorgte vor allem die Informationspolitik der zuständigen DB InfraGO für Verdruss.

Dieser ist nach der zweimaligen Verlängerung der Sperrung nicht besser geworden, wie Arverio-Pressesprecher Winfried Karg auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte: „Unser Ärger wird nicht geringer.“ Natürlich stehe man regelmäßig im Austausch, wo die Deutsche Bahn über größere Einschränkungen informiert. Im aktuellen Fall sieht er die Informationspolitik allerdings negativ.

Arverio kritisiert Informationspolitik der Bahn

„Wir sind sehr unzufrieden, wie mit der Strecke verfahren wird und der Vorgehensweise, immer scheibchenweise zu verlängern. Das ist sehr ungut für unsere Planung und natürlich die Fahrgäste. Wir können den Leuten auch nicht sagen, wie es weitergeht“, stellte Karg klar. Vor allem die Fahrgäste sind in diesem Fall die Leidtragenden. „Es ist schon eine arge Zumutung auch für die Fahrgäste“, sagte der Pressesprecher und fügte hinzu: „Aber wir können es nicht ändern.“

Verantwortlich für die Instandhaltungs- und Reparaturmaßnahmen ist die DB InfraGO. Unsere Redaktion hatte bei der Deutschen Bahn wegen der Arverio-Aussagen nachgefragt, dazu jedoch keine Stellungnahme bekommen.

Deutsche Bahn plant Sperrungsende für Freitag

Allerdings erklärte das zum DB-Konzern gehörende Unternehmen, warum es zu der Verlängerung der Sperrung kommt. Natürlich sei es das Ziel, hitzebedingte Schäden so schnell wie möglich zu beseitigen, erklärte eine Pressesprecherin der Deutschen Bahn. „Allerdings sind wir teilweise abhängig von niedrigeren Temperaturen. Schweißarbeiten sind nur bei kühlerem Wetter – daher nachts – möglich.“ Dazu benötige es entsprechende Spezialmaschinen.

Zuletzt wurden bei den Reparaturmaßnahmen auf einer Schienenlänge von zwei Kilometern temperaturbedingte Schäden an der Gleisanlage beseitigt. Nun muss noch das Schotterprofil wiederhergestellt werden. Hierzu ist der Einsatz eines Schotterpflugs vonnöten. Dieser steht diese Woche zur Verfügung. „Aktuell gehen wir davon aus, dass die Strecke zum Freitag wieder freigegeben werden kann“, zeigt sich die Bahn daher optimistisch.

Redakteur. Unterwegs für blättle und online. Geboren in Augsburg ist er über Freiburg, Wien und München endlich im schönen Donau-Ries angekommen. Hier hat er besonders die Themen Kunst, Kultur, Geschichte und Sport im Blick.

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