Seit Sonntag, 2.8., ist der Zugverkehr auf der Riesbahn zwischen Aalen und Donauwörth leider sehr stark beeinträchtigt. Gegen 10:30 Uhr wurde vom Betreiber der Infrastruktur, der DB InfraGO, die Strecke im Abschnitt zwischen Wörnitzstein und Donauwörth als unbefahrbar eingestuft. Das Eisenbahnverkehrsunternehmen Arverio, das die Züge der Linien RE 89 und RB 89 auf dieser Strecke betreibt, hat daraufhin einen Busnotverkehr eingerichtet, so dass die Fahrgäste zwischen Donauwörth und Nördlingen mit Bussen befördert wurden; zwischen Nördlingen und Aalen war zu diesem Zeitpunkt Zugverkehr möglich.
Am heutigen Montag, 3.8., wurde dann gegen 9 Uhr der Streckenabschnitt zwischen Aalen und Lauchheim gesperrt. Daher hat Arverio auch dort damit begonnen, einen Busnotverkehr einzurichten. Gegen Mittag hat die DB dann mitgeteilt, dass auf diesem Abschnitt eine weitere Langsamfahrstelle eingerichtet wird – das heißt: Die Züge müssen langsamer fahren als sonst. Damit ist Zugverkehr wieder möglich, allerdings mit längeren Fahrzeiten.
Wie geht es weiter?
- Abschnitt Donauwörth – Nördlingen: Aufgrund der Arverio vorliegenden Informationen wird in den nächsten Tagen ein Busnotverkehr erforderlich sein. Die DB InfraGO will in der Nacht zum Donnerstag die Mängel bei Wörnitzstein wenigstens so weit beheben, dass dieser Streckenabschnitt hoffentlich wieder mit Betriebsbeginn des 6.8. befahrbar ist. Der vorerst am Dienstag und Mittwoch geltende Ersatzfahrplan ist hier veröffentlicht.
- Abschnitt Nördlingen – Aalen: Im Lauf des heutigen Nachmittags (3.8.) kann Arverio den Zugverkehr wieder aufnehmen. Allerdings müssen die Züge mit verringerter Geschwindigkeit fahren, dies führt zu Verspätungen. Sobald der Streckenabschnitt wieder stabil befahrbar ist, wird der Busnotverkehr auf dieser Strecke im Laufe des Nachmittags (3.8.) eingestellt.
Kritik seitens Arverio an DB InfraGO
Schon zuvor gab es an der Strecke bereits vier Langsamfahrstellen, so dass die Züge auf einer Länge von insgesamt einem Kilometer nur mit 20 Kilometern pro Stunde fahren durften, und auf einem weiteren Kilometer nur mit 70 Kilometern pro Stunde. Jetzt kommen weitere Einschränkungen dazu – daher geht Arverio davon aus, dass sich der Fahrplan nicht einhalten lässt. „Die Züge, die fahren können, werden im Lauf ihrer Fahrt Verspätung bekommen. Auch einzelne Zugausfälle sind möglich“, so Pressesprecher Winfried Karg. Zudem sei es schwierig, angesichts derart kurzfristiger Änderungen immer wieder den Fahrplan und damit auch die Fahrgastinformation in Internet, App, Bahnsteiganzeigen und Zügen immer schnell und richtig anzupassen. Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen und des gesamten Zustands der Infrastruktur sind aus Sicht von Arverio weitere kurzfristige Sperrungen und Langsamfahrstellen nicht auszuschließen. Arverio bittet die Fahrgäste daher schon vorbeugend um Geduld und Nachsicht.
„Wir sind sehr verärgert, dass uns die Infrastruktur der Riesbahn zum wiederholten Male solche Schwierigkeiten macht und bedauern sehr, dass wir unseren Fahrgästen dieses Durcheinander zumuten müssen“, bedauert Karg. „Leider bekommen wir kaum Informationen von der DB InfraGO über den jeweiligen Stand der Dinge und können daher auch unsere Fahrgäste nicht gut informieren.“ (dra)