Dazu gehörten der Strukturwandel in der Landwirtschaft, das Wassermanagement zur Überbrückung von Trockenperioden und die Anpassung an den Klimawandel. Zudem gab es einen Sachstandsbericht aus dem Bereich Forsten.
Ferber, die zugleich Bürgermeisterin der Stadt Monheim ist, freut sich nach eigenem Bekunden auf die Aufgaben als LAG-Vorsitzende: „LEADER hat sich in unserer Region absolut positiv entwickelt. Es sind nicht nur in Monheim viele schöne Projekte entstanden.“ Basis dafür seien ein tragfähiges Netzwerk und gute Öffentlichkeitsarbeit. Nach einem Überblick über die Organisationsstruktur des AELF gab Brigitte Steinle, Bereichsleiterin Landwirtschaft, Einblicke in ihre Tätigkeitsfelder. Als wichtigen Kompetenzbereich nannte sie unter anderem die Weiterbildung und Bildungsangebote für verschiedene Zielgruppen. Sie bedankte sich bei der LAG Monheimer Alb-AltmühlJura für die Social-Media-Unterstützung bei der Teilnehmergewinnung für die einsemestrige Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung Nördlingen. Marco Zeh stellte anschließend den Bereich Forsten vor. Er erläuterte unter anderem die aktuelle Waldschutzsituation und machte eindringlich auf die derzeit hohe Waldbrandgefahr aufmerksam. Danach präsentierte LEADER-Koordinator Erich Herreiner, der für sieben schwäbische LAGn zuständig ist, das Förderprogramm ausführlich. „LEADER ist ein Förderinstrument der Europäischen Union für den ländlichen Raum, das darauf abzielt, Regionen in ihrer selbstverantwortlichen Entwicklung zu stützen.“ Eine besondere Rolle komme dabei den Lokalen Aktionsgruppen zu. Sie begleiten und steuern den regionalen Entwicklungsprozess und unterstützen Projektträger in der Antragstellung und Abwicklung.
Eine Besonderheit sei, dass die Regionen selbst auswählen, welche Projekte gefördert werden. „Das ist die Stärke der LAG: Akteure vor Ort werden vernetzt und eingebunden, es entsteht ein Miteinander zwischen Bürgerschaft und Verwaltungen.“ Herreiner zeigte die Bandbreite an Fördermöglichkeiten auf. So können Projekte im Hochwasserschutz ebenso gefördert werden wie etwa Maßnahmen im Bereich der Umweltbildung, Landwirtschaft, Wohnraumkonzepte, Dorfläden, Freizeitanlagen, Digitalisierung und Bürgerengagement-Projekte. „Sogar kommunale Pflichtaufgaben im Bereich von Schule oder Kindergarten sind über LEADER förderfähig.“ Der LAG Monheimer Alb-AltmühlJura stellte er ein positives Zeugnis aus, in den letzten Versammlungen und Sitzungen habe er eine sehr positive Stimmung wahrgenommen.
„Die Projektvorstellung in Harburg mit verschiedenen Einzel- und Bürgerengagement-Projekten war richtig toll.“ LAG-Geschäftsführerin Melanie Pruis-Obel bedankte sich ausdrücklich bei den Mitarbeiterinnen der Zahlstelle am AELF sowie beim LEADER-Koordinator für die stets kompetente Unterstützung. Anita Ferber erkundigte sich nach dem zeitlichen Ablauf des Antrags- und Bewilligungsverfahrens. Gerade zum Ende der Förderperiode hin sei es wichtig, dass die Projektträger nicht zu lange auf Bewilligungen warten müssten und damit ausreichend Zeit für die Umsetzung ihrer Projekte hätten. Mit Blick auf die derzeit laufenden Verhandlungen zum EU-Haushalt, der maßgeblich für die künftige Ausgestaltung von LEADER ist, waren sich die Anwesenden einig: Das Programm solle auch nach 2028 mit klaren Rahmenbedingungen und ausreichend finanzieller Ausstattung fortgeführt werden. Nur so könne der ländliche Raum weiterhin gemeinsam mit der Bevölkerung und Hand in Hand mit den Akteuren vor Ort gestaltet werden. Behördenleiter Dr. Reinhard Bader fasste den Austausch abschließend zusammen: „Viele Kommunen haben schon festgestellt, dass es Spaß macht, die Bevölkerung mitzunehmen und gemeinsam etwas erreichen zu können.“ (dra)