Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Riedlingen, die ihr Gelände und die Ausstattung ihrer Plattenparty zur Verfügung stellte, konnte am Riedlinger Badesee ein würdiger und zugleich geselliger Rahmen für das Jubiläum geschaffen werden. Zudem übernahmen die Feuerwehr und die Donauwörther Fischerstecher den Getränkeausschank. So konnten sich die Mitglieder der Wasserwacht ganz auf das Feiern und die Begegnung mit ihren Gästen konzentrieren.
Neben zahlreichen Mitgliedern des Donauwörther Stadtrates waren auch Vertreter verschiedener Hilfsorganisationen unter den Gästen. Die Ortsgruppe wurde 1951 von Sepp Linder und Hans Wiedner ins Leben gerufen. Seit ihrer Gründung hat sich die Wasserwacht Donauwörth zu einer festen und unverzichtbaren Institution im Bereich der Wasserrettung und des ehrenamtlichen Engagements entwickelt.
In seiner Festrede ließ Vorsitzender Manuel Brandt die bewegte Geschichte der Ortsgruppe Revue passieren. Dabei gab er den Gästen einen Einblick in die Anfänge der Wasserwacht und erinnerte an die damals noch einfachen Bedingungen, unter denen die Rettungsschwimmer ihren Dienst versahen.
So bestand die erste Wachstation lediglich aus einem Dreimannzelt, das von den Rettungsschwimmern an jedem Wochenende auf dem Gelände des heutigen Kanuclubs aufgebaut wurde. Nach Beendigung des Wachdienstes wurde das Zelt wieder abgebaut. Was heute kaum vorstellbar erscheint, war damals der Beginn eines kontinuierlichen ehrenamtlichen Einsatzes für die Sicherheit der Badegäste.
Neben dem jahrzehntelangen Wachdienst im Freibad wurde parallel auch im Naherholungsgebiet eine Gewässeraufsicht durchgeführt. Damit waren die Einsatzkräfte bereits in den frühen Jahren an verschiedenen Stellen für die Sicherheit der Bevölkerung im Einsatz.
Aus diesen bescheidenen Anfängen entwickelte sich die Wasserwacht Donauwörth über die Jahrzehnte zu einer leistungsfähigen und modern ausgestatteten Ortsgruppe mit vielfältigen Aufgaben und einem festen Platz im gesellschaftlichen Leben der Stadt. Während die erste Wachstation noch aus einem einfachen Dreimannzelt bestand, steht den Einsatzkräften heute am Badesee eine hochmoderne und effiziente Wachstation zur Verfügung. Sie ist Ausdruck der kontinuierlichen Weiterentwicklung und bietet optimale Voraussetzungen für den täglichen Wachdienst sowie für eine schnelle und professionelle Hilfe im Notfall. Manuel Brandt dankte in diesem Zusammenhang allen Mitgliedern, Unterstützern und Wegbegleitern, die über die vergangenen Jahrzehnte hinweg maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt waren. Ihr Engagement, ihre Unterstützung und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, hätten wesentlich dazu beigetragen, dass die Wasserwacht Donauwörth heute auf eine erfolgreiche 75-jährige Geschichte zurückblicken könne.
Auch der 1. Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Nordschwaben, Johann Natzer, würdigte in seinem Grußwort die Gründung und die Entwicklung der Wasserwacht Donauwörth. Er erinnerte daran, dass die Menschen im Jahr 1951 mit ganz anderen Sorgen und Herausforderungen konfrontiert waren. Die Nachkriegszeit war von einem schwierigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Neuanfang geprägt. Umso bemerkenswerter sei es, dass sich bereits damals einige engagierte Menschen bereitgefunden hätten, Verantwortung für die Sicherheit ihrer Mitmenschen an den Gewässern zu übernehmen.
Natzer betonte, dass dieses ehrenamtliche Engagement den Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung der Ortsgruppe gelegt habe. Was 1951 mit wenigen engagierten Helfern und einfachsten Mitteln begann, hat sich über die vergangenen 75 Jahre zu einer modernen und schlagkräftigen Wasserrettung entwickelt. Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere Menschen einzusetzen, sei dabei über all die Jahrzehnte hinweg der wichtigste Bestandteil der Wasserwacht geblieben.
Im Anschluss an die Grußworte standen die Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder im Mittelpunkt. Damit wurde das Engagement jener Frauen und Männer gewürdigt, die sich über viele Jahre hinweg in besonderer Weise für die Wasserwacht Donauwörth eingesetzt haben. Ihre ehrenamtliche Arbeit, ihre Erfahrung und ihre Verbundenheit mit der Ortsgruppe haben die Entwicklung der Wasserwacht entscheidend mitgeprägt.
Für ihren langjährigen Einsatz wurden geehrt: Vanessa Rohrer, André Rohrer, Florian Dopfer, Bettina Wegner-Bock, Jochen Stroszeck, Michael Kamp, Tobias Schmalzbauer, Matteo Förg, Rudi Wallimann, Christian Beutel, Eberhard Sünkel, Manuel Brandt, Michael Deisenhofer, Karl Deisenhofer, Günther Meckermann, Willi Eisenhofer, Bärbel Fleischer und Max Hosp.
Das Jubiläum machte damit eindrucksvoll deutlich: "75 Jahre Wasserwacht Donauwörth stehen für 75 Jahre Ehrenamt, Verantwortung und Einsatz für die Sicherheit der Menschen.“
Auch nach 75 Jahren gilt am Riedlinger Badesee dasselbe wie am ersten Tag: Wenn jemand Hilfe braucht, ist die Wasserwacht da. Nach dem Jubiläum geht der Blick nach vorn — auf die nächste Badesaison und die kommenden Jahrzehnte am See. (dra)