So dürfen zum Beispiel auf einer dieser Langsamfahrstellen von 1,6 Kilometer Länge bei Wörnitzstein die Züge nun nur noch mit maximal 20 statt sonst 100 Kilometern pro Stunde fahren; alles zusammen führt dazu, dass kein Zug pünktlich die Riesbahn durchfahren kann. Da die Strecke eingleisig ist, schaukeln sich die Verspätungen hoch und übertragen sich auch auf die Züge der Gegenrichtung. Es kommt immer wieder zu hohen Verspätungen von teilweise deutlich mehr als 30 Minuten; einzelne Züge müssen ausfallen, um den Zugverkehr wenigstens einigermaßen zu stabilisieren. Spätestens ab Donauwörth, wo jeder zweite Zug nach München weiterfahren soll, ziehen diese Verspätungen dann das ganze Augsburger Netz von Arverio in Mitleidenschaft – Anschlüsse klappen nicht, und die geplanten Zugvereinigungen und -trennungen gehen mit hohen Verspätungen einher.
Laut Aussage der DB InfraGO ist es leider erst Mitte November möglich, die Schäden an den Gleisen zu reparieren. „Die Verspätungen sind schon jetzt für unsere Fahrgäste unzumutbar. Wir sind sehr frustriert darüber“, so Arno Beugel, Technischer Geschäftsführer von Arverio. „In den nächsten Tagen bleibt uns nichts anderes übrig, als mit den hohen Verspätungen weiterzufahren und die Fahrgäste schon jetzt vorsorglich um Entschuldigung zu bitten. Wir arbeiten mit Hochdruck mit allen Beteiligten an einer Lösung.“ (dra)