Was 2016 als Alternative zum traditionellen Herbstmarkt begann, hat sich zu einer echten Marke und einem Besuchermagneten entwickelt. Der Gewerbeverband Harburg übernahm damals die Organisation und setzte auf ein neues Konzept: Nur Handwerker und Hobby-Künstler dürfen ihre liebevoll hergestellten Unikate anbieten – keine Handelsware, keine Massenproduktion. „Der erste Markt mit diesem neuen Konzept wurde im September 2016 mit 45 Händlern schon ein erster toller Erfolg“, berichtet Matthias Schröppel vom Gewerbeverband Harburg. Seither wächst die Veranstaltung kontinuierlich: 2019 waren es bereits fast 70 Anmeldungen, 2024 über 85 Stände, 2025 dann erstmals mehr als 100 Aussteller.
Neuer Rekord mit über 110 Aussteller aus der gesamten Region
Die Anmeldezahlen für 2026 sprechen eine klare Sprache: Bereits seit Juni sind alle 45 überdachten Standardstände ausgebucht. „Wir erleben in diesem Jahr eine unglaubliche Resonanz – nicht nur aus Harburg, sondern auch aus weiter entfernten Regionen wie dem Raum Nürnberg oder sogar vom Bodensee“, freut sich Matthias Schröppel vom Organisationsteam. Das Angebot reicht von Schmuck und Keramik über Textilien und Upcycling-Ideen bis hin zu regionalen Spezialitäten wie Likören oder selbstgemachten Lebensmitteln. „Die Mischung aus erfahrenen Ausstellern und frischen Ideen macht den besonderen Reiz unseres Marktes aus“, so Schröppel. „Wir vom Gewerbeverband wollen keine großen Gewinne erwirtschaften – wir wollen einen tollen Markt in Harburg haben und investieren viel Zeit in die Organisation und alle Einnahmen in die Werbung“, erklärt Martin Kilian. Der Eintritt ist für Besucher kostenfrei, die Standgebühren liegen zwischen 50 und 90 Euro. Die Organisation ist dennoch aufwendig: Parkkonzepte, zusätzliche Toiletten, Essens- und Getränkestände sowie die Koordination von über 110 Ausstellern erfordern ein gutes Management. „Wir haben inzwischen eine Größe erreicht, bei der wir auch sicherheitsrelevante Themen wie Rettungswege, Fluchtkonzepte und Notfallmaßnahmen noch detaillierter durchdenken müssen“, erklärt Kilian.
Was den Markt besonders macht
Für viele Aussteller ist der „Selber g'macht Markt“ mehr als nur eine Verkaufsplattform – er ist ein Treffpunkt, eine Inspiration und eine Bestätigung ihrer kreativen Arbeit. „Das größte Lob ist, wenn die Harburger sagen ‚schee war's' und die Händler sich gleich fürs nächste Jahr anmelden wollen“, sagt Matthias Schröppel. Besucher schätzen die direkte Interaktion mit den Machern der Produkte. Hier findet man alles, was das Herz begehrt. Jedes Produkt erzählt eine eigene Geschichte und spiegelt die Leidenschaft und das Engagement seiner Schöpfer wider. Die Atmosphäre in den engen Gassen der Altstadt, kombiniert mit live-Musik und kulinarischen Angeboten, mache den Markt zu einem Erlebnis für die ganze Familie.
Die „Selber g'macht Weihnacht“ am 2. Advent
Der Erfolg des Herbstmarktes hat 2022 zur Einführung eines zweiten Events geführt: der „Selber g'macht Weihnacht“ am zweiten Adventswochenende. Auch 2026 findet sie am 5. und 6. Dezember statt – mit bis zu 50 ausgewählten Teilnehmern, die festliche Dekorationen und handgefertigte Geschenkideen präsentieren. Eine Anmeldung als Händlerin oder Händler ist aktuell noch unter selbergmacht-markt.de möglich. (dra)