Vorbereitung

Basketball-Fest samt Überraschung in Nördlingen

US-Girl Stephanie McBride vom Team der Eigner Angels Nördlingen musste Schwerstarbeit leisten, unter den Körben und machte ihre Sache gut. Bild: Michael Soller
Am Wochenende fand in Nördlingen der Ginger HPC Pokal statt. Neben echtem Top-Basketball gab es auch noch eine Überraschung. Die Eigner Angels konnten als Gastgeberinnen ebenfalls überzeugen.

Das topbesetzte Turnier um den Ginger HPC Pokal in Nördlingen barg jede Menge Überraschungen und dazu tollen Basketball-Sport. Überraschung eins: der deutsche Meister Rutronik Stars Keltern zog im Halbfinale sehr deutlich den Kürzeren gegen den Vizemeister aus Marburg. Überraschung zwei: die Eigner Angels hatten den Meister im Bronzespiel am Rand einer Niederlage und verloren am Ende denkbar knapp mit 68:71. Das macht Mut und Hoffnung für das junge Nördlinger Team, wenn man an gleicher Stelle am nächsten Sonntag zum Saisonstart wieder aufeinandertrifft.

Den Ginger HPC Pokal 2026 sicherte sich in einem fast schon einseitigen Finale der BC Marburg mit 89:69. Mit den Hessinnen wird in der kommenden Saison auf jeden Fall zu rechnen sein, wenn es in der DBBL um Titel und Pokal geht.

1. Halbfinale: Rutronik Stars Keltern – BC Marburg 55:76

Überraschend und überraschend deutlich ließ der deutsche Meister aus Keltern den Vizemeister aus Marburg ins Finale einziehen. Marburg überzeugte durch ihre Treffsicherheit von außen, eine geschlossene Mannschaftsleistung, aufmerksame Verteidigung und seine tiefe Bank. Beinahe ohne ernsthafte Gegenwehr lagen die Hessinnen das ganze Spiel über in Führung und siegten verdient mit 76:55 (39:21).

2. Halbfinale: Eigner Angels – Halfit Lions Halle 78:88

Im zweiten Halbfinale zeigten die Gäste aus Halle den Angels zunächst ihre Grenzen auf und ließen schon früh keinen Zweifel daran, dass mit ihnen diese Saison wieder ganz oben zu rechnen ist. Mit einer überragenden Trefferquote von jenseits der Dreierlinie und imposanter Physis lagen sie bereits zur Halbzeit mit 60:39 in Führung. Das neu formierte Angels-Team ließ in Phasen aufblitzen, was man von ihnen noch so alles erwarten kann, wenn sie einmal eingespielt sind: begeisterungsfähige Verteidigung, schnelles Umschaltspiel und Teamplay, Teamplay, Teamplay. Nach der Halbzeit schüttelten die Rozitis-Schützlinge den übergroßen Respekt vor den Lions ab und brachte die Gäste aus Sachsen-Anhalt mehrfach mit intensiver Verteidigungsarbeit in Verlegenheit. Bis auf 64: 73 vermochten die Eigner-Mädels zu verkürzen. Vor allem Makiyah Williams tanzte die Hallenser Verteidigung immer wieder aus und brachte ihr Team auf Tuchfühlung heran. Doch die Gäste aus Sachsen-Anhalt konnten noch einen Gang hochschalten und zogen am Ende verdient mit 88:78 ins Endspiel ein.

Spiel um Platz 3: Eigner Angels Nördlingen – Rutronik Stars  Keltern 68:71

Im Bronzespiel zeigten die Hausherrinnen im ersten Viertel eine sehr konzentrierte Leistung und führten nach 10 Minuten gegen den deutschen Meister aus Keltern mit 17:16. Trotz einiger Unaufmerksamkeiten hielten die Angels das Match bis zur Halbzeit knapp. Beim Stand von 33:34 wurden die Seiten gewechselt. Wie weggeblasen war die Konzentration bei den Eigner-Girls nach der Pause, während Keltern vor allem defensiv zwei Gänge hochschaltete. Innerhalb von 90 Sekunden packten die Gäste einen zweistelligen Vorsprung auf die Anzeigetafel. Doch die Angels, angeführt von Makiyah Williams kamen zurück, gingen sogar mit 68:67 bevor sich Keltern dank meisterlicher Cleverness mit 71:68 den Sieg und den Bronze-Pokal des Ginger HPC Turniers sicherte.

Für die Angels spielten in beiden Partien: Pauline Mayer (8 Punkte gegen Halle, 2 gegen Keltern), Bianca Helmig (7,8), Eva van Oosten (n.e. /2), Rosina Ortelli (n.e./3), Jana Koch (13,9), Leni Körbel, Inés Álvarez , Marta Rivera (0,2), Makiyah Williams (23,20), Stephanie McBride (6/17), Stefanie Kulesza (21,5).

Endspiel: BC Marburg -  Halfit Lions Halle 89:69

Im Finale um den Ginger HPC Cup lieferten sich der Vorjahreszweite und -dritte nur kurz einen echten Schlagabtausch. Marburg ging früh deutlich in Führung (21:5) und dominierte die Partie dank ihrer langen Bank und der Treffsicherheit ihrer Schützinnen beinahe nach Belieben. Bereits der Halbzeitstand von 60:39 machte deutlich, in welch toller Frühform sich die Hessinnen befinden und über welches Spieler-Reservoir sie verfügen. Frohe Gesichter gab es auf der Nördlinger Tribüne auch deshalb, weil die gebürtige Nördlingerin in Marburger Reihen Lena Graf mächtig ablieferte und neun Punkte zum deutlichen 89:69 und damit zum Turniersieg beitrug. Als beste Spielerin des Ginger HPC Cup-Turniers wurde Sarah Guerrero aus Marburg ausgezeichnet.

Der Ginger HPC Cup 2026 war Werbung für den Frauen-Basketball in Deutschland und machte, nicht zuletzt einiger Überraschungen, Lust auf die bevorstehenden Bundesliga-Saison, die am Sonntag mit dem Re-Match zwischen den Eigner Angels Nördlingen und den Rutronik Stars Keltern beginnt. (dra)