Retten, Löschen, Bergen, Schützen – Um diese Hauptaufgaben im Ernstfall umsetzen zu können, braucht die Freiwillige Feuerwehr regelmäßige Übungen. Auf Einladung von Kreisbrandmeister Reiner Häfele und Simon Srownal waren die Wehren von Gunzenheim, Sulzdorf und Mündling zu einer gemeinsamen Großübung in die Karab gekommen. Simuliert wurde folgende Situation: Eine Joggerin hört Hilferufe, hat aber keinen Empfang, joggt weiter bis Gunzenheim und alarmiert die Feuerwehr. Die Karab ist eine altrechtliche Waldgenossenschaft und gehört zu den größten und weitläufigsten in Bayern. So bestand die erste Herausforderung für die Wehren darin, die genaue Lage zu identifizieren und dann einen sicheren Weg dorthin zu finden.
Die an der Übung beteiligten Ersthelfer vom Roten Kreuz konnten die zwei vorgefundenen Verletzten versorgen und nach etwa 45 Minuten in das nächstgelegene Krankenhaus transportieren. Das Team der Notfalldarstellung der Wasserwacht Bäumenheim hatte die zwei Verletzten geschminkt und geschult. Und so waren immer wieder laute Schmerzensschreie zu hören. „Das macht die Übung realistischer,“ ist Simon Srownal überzeugt.
Kaisheims Bürgermeister lobt die Effizienz
„Etwa 50 Personen aus drei Wehren und vom Roten Kreuz waren unter erschwerten Bedingungen im Einsatz,“ erklärt Reiner Häfele. „Da ist die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Akteuren ausschlaggebend für den Erfolg der Aktion. Es ist wichtig, das Zusammenarbeiten, die Verteilung der Aufgaben, die Koordination nicht ortskundiger Einsatzkräfte und ähnliches immer wieder zu trainieren.“
Kaisheims Bürgermeister Andreas Strobel begleitete die Übung. „Als oberster Dienstherr liegt mir unsere Freiwillige Feuerwehr sehr am Herzen. Ich bin beeindruckt von ihrer Schlagkraft und der hohen Effizienz. Ich fühle mich heute in unseren Wäldern wieder ein Stück sicherer.“ Bei der Abschlussbesprechung im Feuerwehrhaus Gunzenheim bedankte er sich für den Einsatz und lud alle Beteiligten zu einer gemeinsamen Brotzeit ein. (dra)