Spieltag

Mit Rückenwind zum ersten Heimsieg? Angels empfangen Freiburg

Pauline Mayer, Eigner Angels Bild: Michael Soller
Am Sonntag ist die Konkurrenz aus Freiburg in der Nördlinger Hermann-Keßler-Halle zu Gast. Nach dem erfolgreichen letzten Spieltag wollen die Angels nun ihren ersten Heimsieg einfahren.

Mit ordentlich Rückenwind dürften die Eigner Angels am vergangenen Sonntag die Heimreise aus Hannover angetreten haben. Nach einem katastrophalen Start mit 0:13-Rückstand kämpften sich die Nördlingerinnen eindrucksvoll zurück ins Spiel. Bianca Helmig erzwang mit ihrem Treffer die Verlängerung, in der Stefanie Kulesza endgültig zur Hauptdarstellerin avancierte und einen Dreier nach dem anderen versenkte. Am Ende stand der erste Saisonsieg – und eine entsprechend gelöste Stimmung im Mannschaftsbus.

„Ich bin super glücklich mit dem Sieg! Und durch den großen Rückstand zu Beginn fühlt es sich gleich nochmal besonderer an. Jeder hat seinen Teil zum Spiel beigetragen, die Energie, die von der Bank kam, war großartig, es war einfach ein toller Team-Sieg!“ lässt Stefanie Kulesza, die gegen Hannover zur Spielerin des Spiels gekürt wurde, die dramatische Aufholjagd Revue passieren.

Die Eisvögel aus Freiburg sind kein zu unterschätzender Gegner

Diesen Schwung wollen die Angels nun mit in die nächste Partie nehmen und vor heimischer Kulisse den ersten Heimsieg der Saison einfahren. Mit den Eisvögeln USC Freiburg wartet am Sonntagnachmittag allerdings ein Gegner, den die Nördlingerinnen trotz einer positiven jüngeren Bilanz keinesfalls unterschätzen dürfen. In den vergangenen beiden Spielzeiten entschieden die Angels sämtliche fünf Duelle für sich. Auf diese Erfolgsserie können sie sich nun jedoch wenig einbilden, denn die Freiburgerinnen präsentieren sich personell deutlich stärker.

Während der Club aus dem Breisgau in den vergangenen Jahren weitgehend auf einen deutschen Kader setzte und dafür auch sportliche Rückschläge in Kauf nahm, hat sich das Gesicht der Mannschaft inzwischen ein wenig gewandelt. Neben den bereits bekannten Amerikanerinnen Abigail Prohaska und Eboni Walker verstärkt nun auch Teagan Thurman das US-Trio Freiburgs.

An der Dreisam gesellte sich zu den beiden bekannten Namen Abigail Prohaska und Eboni Walker nun noch eine dritte Amerikanerin mit dem eingängigen Namen Teagan Thurman. Das US-Trio erzielte im jüngsten Liga-Spiel gegen Saarlouis, bei dem sie erst im letzten Viertel Federn lassen mussten, zusammen 27 Punkte.

Weniger als Stefanie Kulesza gegen Hannover und nur geringfügig mehr als Nationalspielerin und WM-Vierte Britta Daub ganz alleine, die gegen die Saarstädterin klar die beste Akteurin auf dem Spielfeld war. Die Starting Five komplettiert die erst 17-jährige Frederike Askamp, die damit zu den jüngsten Spielerinnen gehören dürfte, die in dieser Saison von Beginn an auf dem Parkett stehen.

Pauline Mayer kennt Freiburg

Schließlich verbrachte Mayer fast ihre gesamte bisherige Basketballkarriere bei den Eisvögeln und feierte mit ihnen vor gut vier Jahren sogar die Deutsche Meisterschaft. Erst zur vergangenen Saison zog es die gebürtige Freiburgerin aus ihrer Heimat ins Ries. Die besondere Verbindung zu ihrem ehemaligen Verein ist deshalb auch vor dem Wiedersehen am Sonntag spürbar. Gleichzeitig weiß Mayer um die sportlichen Qualitäten der kommenden Gegnerinnen:

„Viele sind aus der letzten Saison in Freiburg geblieben, der Kern ist sehr stabil. Dadurch sind sie natürlich schon besser eingespielt als wir, was vor allem am Anfang der Saison ein großer Vorteil ist. Sie sind wie wir mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet und grundsätzlich ein schnelles und aggressives Team!“ schätzt Pauline Mayer die Freiburger Mannschaft ein.

Die persönliche Note dürfte beim Wiedersehen dennoch nicht zu kurz kommen. „Ich freue mich natürlich, alle wiederzusehen und mich mal wieder mit ihnen zu messen. Klar, die Vorfreude ist besonders groß, aber auf dem Feld vergisst man all das wieder und man möchte nur gewinnen!“ macht Mayer deutlich, dass die Freundschaften und Erinnerungen ab Spielbeginn in den Hintergrund rücken. Schließlich wollen die Angels vor eigenem Publikum nachlegen und den Erfolg aus Hannover bestätigen. Dass Mayer gegen ihre ehemaligen Teamkolleginnen besonders motiviert sein dürfte, liegt auf der Hand – an der Zielsetzung der Nördlingerinnen ändert das jedoch nichts.

Auch auf individueller Ebene verspricht die Begegnung einiges: Nachdem mit Alex Wilke zuletzt bereits eine Nationalspielerin aus Keltern im Ries gastierte, steht mit Britta Daub nun die nächste auf dem Nördlinger Parkett. Die Freiburgerin sicherte sich im September gemeinsam mit Headcoach Stefan Möller den historischen vierten Platz bei der Weltmeisterschaft in Berlin. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer gibt es damit neben dem Duell zweier ambitionierter Teams einen weiteren sportlichen Leckerbissen zu sehen.

Spannendes Erlebnis am Sonntag in Nördlingen

Wer sich den Sonntagnachmittag mit Bundesliga-Basketball, einem Wiedersehen mit Pauline Mayers ehemaligem Team und hoffentlich spektakulären Szenen versüßen möchte, sollte sich rechtzeitig auf den Weg in die Hermann-Keßler-Halle machen. Auch der beliebte „Ritter-grün-erleben-1000€-Wurf“ verspricht zusätzliche Spannung. Spielbeginn ist um 16:00 Uhr. Eintrittskarten sind online unter eigner-angels.de sowie an der Abendkasse erhältlich. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, hat die Möglichkeit, die Partie kostenlos im Livestream auf dem YouTube-Kanal von DYN Basketball zu verfolgen. (dra)