Tierschutz

Igelschutz beginnt im eigenen Garten: Themenabend in Rain zeigt Wege zum Artenschutz

Von links nach rechts: Katrin Streicher, Ursula Kneißl-Eder, Rudi Schubert, Mia Goller und Melanie Chowanietz Bild: Linda Schiffelholz
Wie können Gärten igelfreundlicher werden? Bei einem Themenabend in Rain informierten der Bund Naturschutz und die Grünen über praktische Tipps und politische Initiativen zum Igelschutz.

Am 21. Oktober 2026 kamen in Rain am Lech rund 25 Interessierte zu einem gemeinsamen Themenabend zusammen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Bund Naturschutz Ortsgruppe Rain und dem Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen Rain und Umgebung, um sowohl praktische Hilfestellungen für den Alltag als auch politische Lösungswege zum Schutz der Igel aufzuzeigen.

Die Teilnehmenden lernten an diesem Abend nicht nur interessante Fakten über die Tiere, die zu den ältesten Säugetieren der Welt zählen, und bis zu 8000 Stacheln besitzen. Katrin Streicher, Sprecherin des Grünen-Ortsverbands, referierte über die Gestaltung igelfreundlicher Gärten und erklärte sowohl, wie man schutzbedürftige Igel erkennt als auch wie man ihnen richtig hilft.

So wird das Thema im Landtag behandelt

Die Landtagsabgeordnete Mia Goller beleuchtete in ihrem Vortrag die „parlamentarische Reise des Igels“. Sie erläuterte, wie das Thema den Weg in den Landtag fand, welche konkreten Forderungen und Initiativen es derzeit gibt und welche Hebel die Politik bewegen muss, um den Artenschutz effektiv zu fördern. "Beim Igelschutz sieht man ganz deutlich: Es braucht beides. Menschen, die vor Ort hinschauen und sich kümmern, und eine Politik, die endlich die richtigen Rahmenbedingungen schafft. Wir können nicht immer nur daraufsetzen, dass sich Ehrenamtliche um die Folgen kümmern. Wir müssen auch die Ursachen angehen. Und manchmal fängt das eben schon beim eigenen Garten an", betonte Goller.

Weiterführende Informationen zum Thema

Nach den Vorträgen folgte ein reger Austausch mit den Anwesenden. Um die Impulse des Abends nachhaltig zu nutzen, rufen die Organisator:innen zur Vernetzung und einem lokalen Igelnetzwerk auf. Interessierte können sich unter katrin.streicher@gruene-donauries.de oder donauries@bund-naturschutz.de melden.

Weiterführende Informationen und praktische Tipps zum Igelschutz bietet der Bund Naturschutz unter https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/tieren-helfen/igel. (dra)