„Unsere Kandidatinnen und Kandidaten bilden den Landkreis in seiner ganzen Vielfalt ab – nach Wohnorten, Altersgruppen und Berufen“, erklärt Listenführer und FDP-Kreisvorsitzender Dr. Mark Tanner.
Der 61-jährige niedergelassene Arzt, Kreisrat und Sozialrichter sieht einen zentralen politischen Handlungsbedarf bei der Finanzierung der Sozialausgaben. Diese seien zu großen Teilen durch Bundesgesetze verursacht und belasteten den Kreis- und Bezirkshaushalt übermäßig. „Hier ist der Bund in der Pflicht – nicht der Landkreis mit seinen Kommunen“, betont Tanner. Stattdessen fordert er mehr Investitionen in die Sanierung und den Ausbau von Schulen, Straßen und Krankenhäusern im Donau-Ries. Weitere Schwerpunkte liegen auf dem Ausbau erneuerbarer Energien und nachhaltiger Technologien sowie auf einem leistungsfähigen und erreichbaren Gesundheitswesen.
FDP-Kandidaten fordern Bürokratieabbau
Auf Listenplatz 2 kandidiert Markus Wagner aus Deiningen. Der 31-jährige gelernte Brauer will sich insbesondere für Verbesserungen bei Planung und Betrieb von Asylbewerberunterkünften einsetzen. Fehlentwicklungen wie bei der Planung für Hoppingen müssten künftig vermieden werden. Ein weiteres zentrales Anliegen ist für Wagner die bestmögliche Ausstattung der Feuerwehren und Rettungsdienste. „Die Kommunen müssen im Katastrophen- und Zivilschutz deutlich stärker unterstützt werden“, fordert der aktive Feuerwehrmann.
Beide Kandidaten kritisieren die zunehmende Bürokratiebelastung für Wirtschaft und Kommunen. Ministerien und Behörden würden immer häufiger kurzfristig neue Vorschriften und Regelungen erlassen. „Vernünftige und zielgerichtete Wirtschaftsförderung sieht anders aus. Der aktuelle Wust an Regulierungen und Verwaltungsaufwand bremst selbst wirtschaftsstarke Landkreise wie das Donau-Ries aus“, so Tanner und Wagner. Hier müsse der Bürokratieabbau dringend und wirksam ansetzen. Sonst habe auch das derzeitig hohe Wohlstandsniveau mittelfristig keinen Bestand. (dra)