Wahlanalyse

Stadtratswahl: So hat Nördlingen gewählt

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Wahlgewinner im Nördlinger Stadtrat sind die PWG und die Stadtteilliste. Grüne und SPD verlieren jeweils einen Platz.

Einen Tag nach der Wahl steht das endgültige Ergebnis der Stadtratswahl in der Großen Kreisstadt Nördlingen fest. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp über 75 Prozent.

Insgesamt konnte Udo Dreher, Listenkandidat auf Platz 1 und OB-Kandidat der CSU die meisten Stimmen gewinnen. Auf ihn fielen 8.272 Stimmen. Dr. Georg Frank (PWG) hat mit 6.584 die zweitmeisten Stimmen bekommen und Rita Ortler (SPD) liegt mit 6.491 auf Platz 3. 

 

 

Auch in Nördlingen: Weniger Frauen im Stadtrat

Saßen in der auslaufenden Stadtratsperiode noch zehn Frauen im Nördlinger Stadtgremium, sind es in Zukunft nur noch acht der insgesamt 30 Mitgliedern weiblich sein. 

So sind die Stimmen verteilt

  • CSU: 26,5 Prozent
  • PWG: 23,9 Prozent
  • Stadtteilliste: 23,1 Prozent
  • Grüne: 9,7 Prozent
  • SPD: 9,3 Prozent
  • Frauenliste: 7,4 Prozent
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PWG und Stadtteilliste gewinnen jeweils einen Sitz

„Ein Tag zum Feiern“, so bezeichnet Barbara Wunder, Vorsitzende der PWG Nördlingen, den heutigen Montag. Die Nördlinger PWG freut sich nicht nur über den mit 67 Prozent wiedergewählten Oberbürgermeister David Wittner, sondern auch darüber, künftig als zweitstärkste Kraft im Stadtrat vertreten zu sein. Das Ergebnis sei ein klares Votum für die PWG, so Wunder. Besonders freue sie sich über zwei neue Gesichte in den Reihen der PWG-Stadträte: Benedikt Moll und Christoph Arlt seien nicht nur junge Handwerker, sondern auch zwei echte "Macher", betont Wunder. 

Von sechs auf nun sieben Mitglieder vergrößert sich auch die Fraktion der Stadtteilliste. Dieter Hubel, Daniel Ott und Gudrun Bühlmeier sind als neue Stadträt*innen gewählt, nachdem Gudrun Gebert-Löfflad und Günther Wiedemann nicht mehr angetreten waren. 

SPD und Grüne haben jeweils nur noch drei Sitze

Die beiden hinzugewonnenen Sitze von PWG und Stadtteilliste gehen zulasten von SPD und Grünen. Die „Gemengelage“ bei der Wahl sei schwierig gewesen, zieht Wolfgang Goschenhofer, Fraktionsvorsitzender der Grünen, eine erste Bilanz.

Als Gründe für den Stimmenverlust nennt er unter anderem die „manische Kritik von Ministerpräsident Söder“ an den Grünen. „Wir hätten uns mehr Rückenwind für unsere Themen wie Klimaschutz und die Mobilitätswende gewünscht", gibt er zu. Bei der Wahl vor sechs Jahren konnten die Grünen in Nördlingen noch fast 14 Prozent erreichen, diesmal waren es nur knapp unter zehn Prozent.

Verluste von 2,5 Prozentpunkten musste auch die SPD hinnehmen. Die Nördlinger Sozialdemokraten verkleinern ihre Fraktion damit ebenfalls von vier auf drei Mitglieder.

Nur geringe Einbußen verzeichnet die CSU mit einem Minus von 0,7 Prozentpunkten. Auf die Sitzverteilung wirkt sich das jedoch nicht aus. Die Christsozialen bleiben mit acht Mitgliedern weiterhin stärkste Kraft im Nördlinger Stadtrat. Auch die Frauenliste kann ihre beiden Sitze im Gremium halten.

Die Gewählten im Nördlinger Stadtrat

CSU: 

  • Udo Dreher (neu)
  • Steffen Höhn
  • Maximiliane Böckh
  • Thomas Knie
  • Dr. Heinrich Richter
  • Hans Puffer
  • Jörg Schwarzer
  • Rupert Diethei (neu)

PWG:

  • Dr. Georg Frank
  • Dr. Barbara Wunder
  • Alexander Deffner
  • Peter Romano
  • Benedikt Moll (neu)
  • Johannes Ziegelmeier
  • Christoph Arlt (neu)

Stadtteilliste: 

  • Thomas Mittring
  • Marcus Sienz
  • Markus Hager
  • Sandra Haimböck
  • Dieter Hubel (neu)
  • Daniel Ott (neu)
  • Gudrun Bühlmeier (neu) 

Grüne: 

  • Wolfgang Goschenhofer
  • Sigrun Wagner (neu)
  • Rudi Koukol

SPD:

  • Rita Ortler
  • Peter Steiner
  • Friedrich Kaulfersch (neu)

Frauenliste: 

  • Dr. Cathrin Schnell
  • Katharina Baumgärtner 

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