Der Kreistag mit seinen 60 Mitgliedern bekommt nach der Kommunalwahl in der Legislaturperiode ab 2026 ein neues Gesicht. Vorneweg: Bei der Anzahl der Parteien hat sich nach der Wahl nichts geändert. Auch im neuen Kreistag werden die elf gleichen Parteien vertreten sein.
Im Gegensatz zur Wahl um das Landratsamt im Donau-Ries hat Claudia Marb (CSU) für den Kreisrat die meisten Stimmen (62.354) bekommen und damit Michael Dinkelmeier (FW) – den stärksten Kandidaten in der Landratswahl – um gut 5.000 Stimmen (57.300) hinter sich gelassen. Wolfgang Fackler landete mit 56.287 Stimmen auf Rang drei.
CSU und Grüne verlieren
Dennoch dürfte die CSU als Partei das Wahlergebnis eher als Niederlage sehen. Waren es 2020 noch 22 und damit über ein Drittel der Sitze, die von CSU-Kandidaten besetzt wurden, sind es nach der Wahl 2026 nur noch 18 Sitze.
Auch die Grünen erlebten bei der Kreistagswahl ein ernüchterndes Ergebnis. Eva Lettenbauer holte mit 27.820 Stimmen das beste Ergebnis und landete damit auf Rang zwölf. Im Kreistag sind nun nur noch fünf Grüne vertreten, 2020 waren es noch zehn Sitze.
Mit vergleichsweise geringen Verlusten kam im Kreistag die SPD davon. Lediglich ein Sitz wurde verloren, so schicken die Sozialdemokraten in den kommenden Jahren sechs Vertreter in das Gremium. Christoph Schmid versammelte hier mit dem siebtbesten Gesamtergebnis 32.956 Stimmen auf sich.
Freie Wähler und AfD bauen Sitzzahl massiv aus
Grund zum Jubel herrschte hingegen wohl bei den Freien Wählern und der Afd. Beide Parteien konnten ihre Sitze massiv ausbauen. War es vor sechs Jahren noch jeweils ein Vertreter im Kreistag, konnten die Freien Wähler nun sieben Sitze ergattern. Die AfD vergrößerte sich sogar auf acht Kreistagsmitglieder und ist damit jetzt zweitstärkste Partei im Kreistag. Landratskandidat Ulrich Singer schnitt hierbei mit 33.466 Stimmen als bester Vertreter der Partei ab. Insgesamt bedeutete dieses Ergebnis Platz sechs.