Die Arbeitsgemeinschaft Offene Behindertenarbeit (ARGE OBA) ist ein gemeinsames Netzwerk sozialer Träger im Landkreis Donau-Ries, bestehend aus der Lebenshilfe Donau-Ries, Diakonie, Diakoneo, Bayerisches Rotes Kreuz, Caritas und die Stiftung Sankt Johannes, deren Ziel darin besteht, Menschen mit Behinderungen Gehör zu verschaffen. Mit beratenden Angeboten, verschiedenen öffentlichkeitswirksamen Projekten und Beratungen zum Thema Inklusion arbeiten die Organisationen eng zusammen. Die Geschäftsführung wird alle zwei Jahre neu vergeben und geht nun von der Stiftung Sankt Johannes an die Lebenshilfe Donau-Ries. In der ARGE OBA spielt die erfolgreiche Zusammenarbeit eine zentrale Rolle, die durch den gemeinsamen Einsatz maßgeblich zu einer inklusiven Gesellschaft beiträgt.
Seit mehr als 30 Jahren nützt die Arbeitsgemeinschaft wichtige Inklusions- und Aktionstage im Landkreis, wie beispielsweise den jährlichen europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Mai, um Inklusion und Grundrechte sichtbar zu machen. Im Jahr 2024, verbunden mit dem 75-jährigen Bestehen des Grundgesetzes, ist mit der VHS in Nördlingen ein Seh- und Hörpfad entstanden, der den Inhalt des Grundgesetzes erlebbar werden ließ. Letztes Jahr lud das Bündnis unter dem Motto „Inklusion und Nachhaltigkeit“ Teilnehmende auf den Wurzelhof in Altisheim ein, um bei Kräuterwanderungen, Trommel-Workshops und Meditationen mitzumachen.
Für den Aktionstag Inklusion 2026 sind wieder Events im Mai geplant. Diesmal unter dem Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“ am 9. Mai auf dem Marktplatz in Nördlingen. In diesem Jahr wird besonders auf die UN-Behindertenrechtskonvention eingegangen. Aufgabe dieses Vertrags ist die Förderung von Inklusion in allen Lebensbereichen, wobei er 2006 auf internationaler Ebene verabschiedet wurde und seit nunmehr 20 Jahren besteht. An diesem Tag wird sich die ARGE OBA gemeinsam für die Rechte und Teilhabe aller Menschen mit Behinderung einsetzen. (dra)