24. Februar 2020, 13:48

Bewegung beim Thema Wohnbauflächen in Kaisheim

Bei einem Ortstermin haben (von links) Zweiter Bürgermeister Markus Harsch, MdL Wolfgang Fackler und Bürgermeister Martin Scharr das staatliche Grundstück am Ziegelanger besichtigt. Bild: Markus Erdt
Bereits seit Jahren besteht in Kaisheim dringender Bedarf an Wohnbauflächen. Die meisten Flächen, die als Bauland in Frage kommen, sind im Besitz des Freistaates Bayern, wodurch sich der Grunderwerb nicht so einfach gestaltet. Bürgermeister Scharr hatte sich deshalb zurückliegend bereits mehrfach an das Staatsministerium für Bauen, Wohnen und Verkehr gewandt.  

Nun kommt Bewegung in die Sache. Denn durch den Einsatz des CSU-Stimmkreisabgeordneten Wolfgang Fackler hat sich das Bayerische Bauministerium mit dem angestrebten Erwerb von Teilflächen aus einem staatseigenen Grundstück nochmals intensiv beschäftigt und nach einem gangbaren Weg gesucht.  Aufgrund der Besonderheit des Falles, dass Kaisheim sprichwörtlich von Flächen des Freistaats „eingekreist“ ist, muss sich im nächsten Schritt nun der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags mit der Angelegenheit befassen. „Die Türe ist damit zumindest einen Spalt breit offen“, erklärt MdL Fackler und wird die weiteren Entwicklungen in München selbstverständlich unterstützend begleiten.  

Im Rahmen eines Ortstermins haben jetzt Bürgermeister Martin Scharr und sein Stellvertreter Markus Harsch das entsprechende Grundstück gezeigt und das grundsätzliche Problem erläutert.

„Leider sind schon viele Bauwillige mangels Baulandflächen in andere Kommunen abgewandert, weil unsere Gemeinde ihnen keine Möglichkeit bieten konnte, den Wunsch vom Eigenheim zu verwirklichen. Für den Marktgemeinderat und mich ist das seit langem eine äußerst unbefriedigende Situation“, erklärt Bürgermeister Scharr. Für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur mit gemeindlichen Kindertagesstätten, Grundschule, Ärzten, Physiopraxis, Apotheke, Banken, Handwerk und Gewerbe sowie für die Gastronomie und die heimische Wirtschaft sei es deshalb unerlässlich, Wohnbauflächen in Kaisheim anbieten zu können.  

Scharr und Harsch bekräftigten dem Abgeordneten gegenüber, dass sich eine positive Bevölkerungsentwicklung natürlich auch auf das gesellschaftliche und ehrenamtliche Engagement innerhalb der Marktgemeinde auswirkt. „Vor allem im Bereich der Feuerwehren und Vereine gestaltet sich die Nachwuchsgewinnung zunehmend schwierig. So wäre es auch zum Beispiel für die Erfüllung von gemeindlichen Pflichtaufgaben im Feuerwehrwesen und Brandschutz förderlich, wenn man aus dem Kreis von Neubürgern Mitglieder gewinnen könnte“, fasst Markus Harsch zusammen.(pm)