Nach Auszählung aller Wahlbezirke im Donau-Ries hat sich Michael Dinkelmeier (Freie Wähler) gegen seine Mitbewerberin Claudia Marb (CSU) durchgesetzt. Das sagt der neue Landrat selbst zu seinem Erfolg. Dazu haben wir mit seinem Amtsvorgänger Stefan Rößle sowie dem bayerischen Digitalminister Dr. Fabian Mehring gesprochen.
Michael Dinkelmeier, Sieger Landratswahl Donau-Ries
Die Wahl ist beendet und Sie sind zum neuen Landrat im Donau-Ries gewählt worden. Was wollen Sie den Bürgern sagen?
Ich sage danke ins Donau-Ries, danke an die Wählerinnen und Wähler für dieses unwahrscheinlich geniale Wahlergebnis. Ich bin überwältigt.
Wie erklären Sie sich das sehr klare Ergebnis mit über 62 Prozent?
Ich habe ein großes Unterstützungsteam, mittlerweile über 150 Unterstützer im Hintergrund. Wir haben die letzten Wochen nochmal versucht, Menschen zu mobilisieren und mitzunehmen, sie zu überzeugen und zu begeistern. Ich glaube, das ist uns zum einen gelungen und zum anderen habe ich immer gesagt: klare Haltung, Struktur und Bodenständigkeit. Wir machen besonnen und ruhig weiter mit dem Ergebnis, das wir vor zwei Wochen schon als Team gemeinsam geholt haben. Ich denke, das war am Ende die Erfolgsstrategie.
Wie geht es für Sie weiter? Heute Abend und die nächsten Wochen?
Jetzt fahre ich erst mal nach Wemding zu meinen Unterstützern. Da wird schon ein riesiger Aufschrei sein. Morgen ist dann Pause angesagt, ich muss das Ergebnis verarbeiten. Da werde ich mir die einzelnen Ortschaften in Ruhe nochmal anschauen und das Ergebnis für mich nochmal analysieren.
Dr. Fabian Mehring, bayerischer Digitalminister
Der FW-Kandidat Michael Dinkelmeier ist im Donau-Ries zum Landrat gewählt worden. Wie ist die aktuelle Stimmungslage?
Sensationell! Es ist insgesamt heute ein fulminanter Abend für die Freien Wähler in Bayerisch-Schwaben. (…) Man hat schon die letzten Wochen gespürt, wenn man mit ihm unterwegs war, dass das sehr gut werden kann. Dass aber ein 30-Jähriger mit über 60 Prozent gewinnt, das ist schon etwas, was es in Bayern nur ganz selten gegeben hat. Das ist schon eine Ansage, aber ich gönne es ihm von Herzen. Und er wird ein sensationeller Landrat für das Donau-Ries.
Können Sie erklären, warum die Wahl am Ende so deutlich ausfiel?
Mein Eindruck ist, dass Michael Dinkelmeier einen ganz speziellen Wahlkampf gemacht hat. Er war unheimlich nah und viel bei den Menschen. Er hat in den letzten Wochen auch nicht darauf gesetzt, den ein oder anderen Polit-Star aus München einzufliegen und die große PR-Aktion zu machen. Er hat Hausbesuche gemacht, war bei den ‚echten‘ Menschen und hat ihnen zugehört.
Stefan Rößle, Landrat Donau-Ries
Wie blicken Sie auf den Wahlkampf zurück und was hat den Ausschlag für Michael Dinkelmeier gegeben?
Es war ein spannender Wahlkampf. Es war ein fairer Wahlkampf. Es war ein Gewinn für die Demokratie. (…) Das Ergebnis ist jetzt überraschend klar. Michael Dinkelmeier hat gewonnen. Ich darf ihm recht herzlich gratulieren und wünsche ihm alles Gute.
Bis zur offiziellen Amtsübergabe sind es noch einige Wochen. Wie darf man sich diese Phase vorstellen?
Die Amtszeit endet am 30. April. Ich habe schon mit Michael Dinkelmeier gesprochen. Ich stehe ihm für eine Übergabe natürlich zur Verfügung. Am Dienstag werden wir uns zusammensetzen und dann werde ich ihm – so wie er das wünscht – alle Tipps geben.