Weniger als fünf Prozent der Fläche Deutschlands werden noch weiter betrachtet. „Bei der Suche nach einem sicheren Endlager müssen wissenschaftliche Erkenntnisse und der Schutz der Menschen an erster Stelle stehen. Informationen müssen verständlich und leicht zugänglich sein und die Menschen in den betroffenen Regionen sollen die Möglichkeit haben, sich frühzeitig einzubringen“, erklärt Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer. In Deutschland sind in mehr als 60 Jahren Atomkraft rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktiver Abfälle angefallen. Dafür muss ein Standort gefunden werden, der Mensch und Umwelt über einen Zeitraum von einer Million Jahren schützt, wie das Standortauswahlgesetz vorschreibt. Auch für die Region ist entscheidend, dass die Endlagersuche zügig vorangeht. Im Zwischenlager Gundremmingen werden im Moment hochradioaktive Abfälle aufbewahrt. Die Zwischenlagerung ist als Übergangslösung gedacht, die Hallen sind schon jetzt nicht vor gezielten Angriffen geschützt und dürfen nicht zum Dauerzustand werden. „Der Atomausstieg war ein wichtiger Schritt für die Sicherheit. Jetzt müssen wir die Energieversorgung konsequent auf erneuerbare Energien aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse ausrichten“, so Lettenbauer. Die Abgeordnete setzt sich dafür ein, den Ausbau der erneuerbaren Energien in Bayern zu beschleunigen und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen zu schaffen. Denn obwohl Bayern über große Potenziale bei Wind- und Solarenergie verfügt, wird der Ausbau aus ihrer Sicht durch politische Entscheidungen und neue Hürden gefährdet.
Deshalb machen die Grünen im Bayerischen Landtag Druck für umfangreichen und schnelleren Windkraftausbau, um mehr Strom direkt vor der Haustüre zu erzeugen und so die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern. Jeder und jede Einzelne soll von der Energiewende profitieren können. Deshalb setzt sich Lettenbauer dafür ein, dass sich Photovoltaikanlagen auf Hausdächern weiterhin lohnen und die Einspeisevergütung für kleinere Anlagen erhalten bleibt. So können Haushalte selbst Strom produzieren und ihre Abhängigkeit von steigenden Strompreisen reduzieren. „Wir brauchen eine Energiepolitik, die den Menschen und den Kommunen vor Ort Möglichkeiten gibt, selbst aktiv zu werden. Wer in Photovoltaik oder Windkraft investiert, muss sich auf verlässliche Regeln verlassen können. Es darf nicht sein, dass der Ausbau sauberer Energie ausgerechnet dann gebremst wird, wenn wir unabhängiger und krisenfester werden müssen“, betont Lettenbauer. (dra)