9. März 2020, 08:19

„Wir für uns – von Frauen für Frauen“

Viele der Neuzugewandereten zeigten sich in ihren traditionellen Gewändern, z.B. im afghanischen Festtagskleid „gand afghani“. Bild: Doris Dollmann
Als „Marktplatz der Möglichkeiten“ bezeichnete Bildungskoordinatorin Dr. Gabriele Theiler die Veranstaltung zum Internationalen Frauentag am Freitag im Donauwörther Landratsamt. Es soll nicht nur eine Plattform sein, um Netzwerke aufzubauen, sondern auch eventuell der Beginn einer ganzen Aktionsreihe. In welcher Form, sei allerdings noch offen.

„Voraussetzung ist jedoch, dass sich auch weiterhin Menschen finden, die es machen wollen“, so Dr. Theiler. Gemeinsam mit vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern hatte sie federführend mit Ulrike Zitzlsperger, Migrationsbeauftragte, ein buntes Programm auf die Beine gestellt.

Vier Stunden umfangreiches Progamm                                                                                                                                                                                                        Angefangen von einem kulinarischen Buffet mit Speisen aus aller Welt, über einen Info-Walk, bei dem sich Vereine, Initiativen, Behörden und Beratungsstellen vorstellten, bis hin zum Malkprojekt mit der Nördlinger Künstlerin Veronika Jehl-Hampp reichten die Aktionen. Unter dem Motto „Frauen verhüllt“ gab es eine Anleitung rund um das Thema Kopftuch. Viele Besucherinnen nutzten anschließend die Fotobox für einen Sofortausdruck mit kunstvoll drappiertem Kopftuch. Zwei Musikerinnen der Jagdhornbläser Donauwörth nutzten die Gelegenheit auf der „Landkarte der Möglichkeiten“ neue Mitglieder zu werben. In einer Ausstellung zeigten neuzugewanderte Frauen Portraits von „Frauen, die die Welt bewegten“. Viele der Neuzugewandereten zeigten sich in ihren traditionellen Gewändern, z.B. im afghanischen Festtagskleid „gand afghani“.

Diskussionsrunden und Gesprächskreise                                                                                                                                                                                                                 Die Realschule Wemding stellte ihr Projekt „Flüchtlinge früher und heute“ vor und diskutierte Parallelen und Kontraste. „Frauen, die lesen, sind gefährlich!“ lautete die Überschrift der Frauen-Geschichten, die von Petra Quaiser frei erzählt wurden. Für Diskussionsstoff sorgte das Thema „Wie weiblich ist Politik im Landkreis Donau-Ries?“, ebenso wie die der Vortrag von Dr. Theiler „Wir Frauen aus dem Osten- Leben mit und nach dem Mauerfall“. Wertvolle Tipps gab es von Steuerberaterin Edith Sauer, dem Jobcenter und der Arbeitsagentur u.a. zur Problemstellung „Beruflicher Wiedereinstieg“. Der Vortrag „Fight! Smile! Love! - Alles, was du brauchst, ist in Dir“ rundete den Frauen-Nachmittag ab. 

Am vergangenen Freitag wurde der Internationale Frauentag im Landratsamt in Donauwörth gefeiert. Bild: Doris Dollmann