Bis zum allerletzten Wertungstag lag Stefan Langer auf dem zweiten Platz in der 18-Meter-Klasse, nur 94 Punkte hinter dem Franzosen Victor Mallick. Zur Einordnung: Bei einer Gesamtpunktzahl von rund 7500 Punkten entspricht diese Different einer Geschwindigkeit von etwa 5 km/h. So viel hätte Langer am letzten Flugtag schneller als sein Konkurrent sein müssen, um den Titel erneut zu holen. Dafür musste er am vergangenen Samstag alles riskieren – er wartete nach dem Start nicht lange, wie sonst üblich, sondern begab sich sofort auf die vorgegebene Flugroute. „Leider war der Flug alles andere als gut. Warmluft machte es schwierig, die thermischen Aufwinde zu finden, und der Gegenwind auf dem letzten Streckenabschnitt zurück zum Flugplatz hat mich und meinen Teampartner komplett ausgebremst“, resümiert Langer, der am Ende rund 20 Stundenkilometer langsamer war. „Trotzdem bin ich froh, immer noch als Dritter auf dem Podium gelandet zu sein.“
Für die deutsche Nationalmannschaft war die WM-Teilnahme ein voller Erfolg: Mario Kießling verpasste als zweiter deutscher Pilot in der 18-Meter-Klasse das Podium nur knapp und landete auf Rang vier; in der Offenen Klasse und in der Doppelsitzerklasse hingegen holte Deutschland zweimal Gold und noch einmal Bronze.
Zeitgleich zur Segelflug-WM fand in der vergangenen Woche auch ein Wettbewerb der Segelflug-Grand-Prix-Serie in Varese (Italien) statt. David Bauder wurde hier Vierter. In der Segelflug-Bundesliga kämpft die SFG hingegen im unteren Drittel; Bernhard Hämmerl und Jörg Röpling holten lediglich einen Ehrenpunkt für ihren Club, der nun in der Tabelle auf Rang 19 liegt.
Am kommenden langen Wochenende ist am Stillberghof wieder Hochbetrieb: Das traditionelle Vergleichsfliegen findet mit 13 Piloten aus vier Vereinen statt.
Segelflug-Bundesliga nach Runde 6
1.SFZ Königsdorf (BY) 106
2. ...
18. LSC Leverkusen (NW) 22
19. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 18
20. LSC Burg Feuerstein (BY) 18
21. …