Auswärtsspiel

Traumtor lässt Rain in der Fremde verzweifeln

Robin Böhm zwang mit diesem Schuss fünf Minuten vor Schluss den Dachauer Keeper zu einer Parade. Bild: Gerd Jung
Das Gastspiel in Dachau hielt für den TSV Rain nichts Zählbares bereit. Ein Traumtor kurz nach der Pause brachte die Entscheidung. TSV-Coach Dominik Bobinger richtete im Anschluss den Blick nach vorne.

Eine knappe 0:1-Niederlage musste der TSV Rain am Freitagabend beim TSV Dachau einstecken. Gegen kämpferisch starke Oberbayern taten sich die Blumenstädter über weite Strecken schwer und erwischten einen gebrauchten Tag. Am Ende reichte den Hausherren ein einziger gelungener Torabschluss, um die drei Punkte zu behalten.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Gastgeber zunehmend die Kontrolle. Bereits in der 15. Minute brannte es im Rainer Strafraum: Albin Zekiri tauchte frei vor TSV-Schlussmann Niklas Gordy auf, dessen Glanzparade aus kurzer Distanz den frühen Rückstand verhinderte. In der Folge blieben die Dachauer spielbestimmend, ließen im letzten Drittel jedoch die nötige Präzision vermissen. Wie aus dem Nichts bot sich den Gästen vom Lech schließlich die Riesenchance zur Führung: Erst scheiterte Timo Zausinger im Eins-gegen-Eins am Dachauer Keeper, ehe Lukas Müller den Nachschuss ebenfalls nicht im Gehäuse unterbringen konnte. Nur drei Minuten später köpfte Rains Kapitän Jannik Schuster von der rechten Seite aufs Tor, platzierte den Ball jedoch zu zentral. Nach dieser kurzen Drangperiode der Gäste rissen die Oberbayern das Spielgeschehen wieder an sich, gingen jedoch ohne weitere Großchancen mit dem 0:0 in die Pause.

Rainer Schockmoment kurz nach Wiederanpfiff

Der entscheidende Treffer fiel kurz nach dem Seitenwechsel: In der 49. Minute landete der Ball bei Sven Kosel, der aus rund 15 Metern Maß nahm und das Leder unhaltbar zum 1:0 halbhoch ins linke Toreck drosch. In der Folge entwickelte sich eine zähe Partie. Den Blumenstädtern war das Bemühen um den Ausgleich keineswegs abzusprechen, doch an diesem Abend fehlte in den Offensivaktionen die Durchschlagskraft. Viele Pässe fanden nicht den Abnehmer oder die Angriffe versandeten bereits im Mittelfeld.

Erst in der Schlussphase bäumte sich der TSV Rain noch einmal auf: Der eingewechselte Robin Böhm zwang Dachaus Schlussmann Jakob Marco in der 85. Minute mit einem satten Distanzschuss zu einer Parade. In den verbleibenden Minuten warfen die Lechstädter alles nach vorne, mehr als ein verzogener Volleyschuss von Dennis Lechner sprang jedoch nicht mehr heraus. Nach dem Schlusspfiff des jungen Schiedsrichters Noel Gabler war die Enttäuschung auf Rainer Seite groß.

TSV-Coach Dominik Bobinger blickt nach vorne

Rains Cheftrainer Dominik Bobinger zeigt sich nach der Niederlage enttäuscht, blickt aber bereits nach vorne: „Wir wussten genau, was uns in Dachau erwartet, und der Gegner hat es uns keineswegs leicht gemacht. Unser Matchplan war gut und ist im Grunde auch aufgegangen. An solchen Tagen entscheiden am Ende Kleinigkeiten. Wir haben in einigen Situationen die falschen Entscheidungen getroffen und im Kollektiv nicht ganz die Leistung auf den Platz gebracht, die man für so ein Spiel braucht – sowohl von der Intensität als auch von den Abläufen her. Ich mache den Jungs absolut keinen Vorwurf, sie haben viel investiert und alles versucht. Aber man muss ehrlich sein: Am Ende war es von uns allen ein Stück weit zu wenig, während der Gegner in den entscheidenden Nuancen überlegen war. Dass wir nach all dem Aufwand mit leeren Händen nach Hause fahren, tut extrem weh. Der Fußball ist kein Wunschkonzert, solche Phasen gehören dazu. Für uns gilt es jetzt, positiv zu bleiben. Wir werden die anstehende Trainingswoche intensiv nutzen, um die Fehler zu analysieren und abzustellen. Beim nächsten Heimspiel wollen wir dann unbedingt den ersten Dreier der Saison einfahren.“

Das nächste Spiel bestreitet der TSV Rain am Samstag, 1. August, im heimischen Georg-Weber-Stadion gegen den 1. FC Sonthofen. Anpfiff der Partie ist um 14:00 Uhr. (dra)

Das Spiel im Überblick

TSV 1865 Dachau: Marco Jakob, Ivan Ivanovic, Ruben Milla Nava, Fabien Ngounou Djayo, Sven Kosel, Albin Zekiri, Paolo Cipolla (90. Emilio Corrao), Berkant Barin (62. Luca Friederich), Dino Burkic (84. Antonios Masmanidis), Lorenz Knöferl (87. Anthony Manuba), John Haist - Trainer: Christian Doll

TSV Rain: Niklas Gordy, Jannik Schuster, Fabian Ott, Jost Rittner, Paul Schmidt (81. Robin Böhm), Michael Knötzinger, Tino Joerss (61. Maximilian Schmidt), Gabriel Merane, Lukas Müller (61. Lucas Möller), Dennis Lechner, Timo Zausinger (61. Etienne Perfetto) - Spielertrainer: Dominik Bobinger

Schiedsrichter: Noel Gabler (Hemau) 
Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Sven Kosel (49.)