11. Januar 2021, 15:19

Den Oettinger Geschäften reicht es

Mit einem stillen Protest aus Dekoration, Beleuchtung und Information melden sich Oettinger Einzelhändler und Gastronomen aus dem Lockdown. Bild: Isabella Baur
Geschäfte und Gasthäuser dürfen aktuell nicht öffnen, auch nicht mit Hygienekonzept. Dass es so nicht weitergehen kann sagen einige Inhaber in Oettingen und machen das mit einem stillen Protest deutlich.

Mehrere Geschäfte haben sich der Bewegung "Wir stehen auf / Wir machen aufmerksam" angeschlossen. Die Geschäfte bleiben zwar gesetzeskonform geschlossen, aber innen brennt Licht, die Eingänge sind dekoriert, und mit Plakaten werden Interessierte über den Grund dafür informiert. Seit dem heutigen Montag, 7:00 Uhr, läuft die Aktion.

"Es ist ein stiller, friedlicher Protest", sagt Isabella Baur, die mit ihrem Friseursalon "Element Haar by Isabella" beteiligt ist. Dass trotz eines Hygienekonzeptes nicht geöffnet werden darf, sieht sie nicht ein. "Wir haben ein Konzept und mit dem möchten wir weiterarbeiten", so Baur, gleichzeitig Vorsitzende bei der Werbegemeinschaft Oettingen. Mehrere örtliche Geschäfte haben sich ebenfalls beteiligt und wollen zeigen, dass sie wieder öffnen wollen und müssen – es geht um ihre Existenz.

Viele positive Reaktionen

"Wenn wir mit diesem Hygienekonzept nicht arbeiten dürfen, wie sieht dann die Zukunft aus? Friseure und auch andere geschlossene Geschäfte sind nachweislich keine Hotspots und werden dennoch wirtschaftlich – fast schon mutwillig – komplett zerstört", heißt es im Facebook-Post zur Aktion. Dass sie mit ihrer Meinung alles andere als allein dasteht beweisen die Reaktionen: So viel positiven Rücklauf wie an diesem Tag hat Isabella Baur noch nie auf ein Posting erhalten.