25. Juli 2018, 13:53

Donau-Ries: Frauen verdienen 852 Euro weniger

Symbolbild Bild: pixabay
Im Landkreis verdienen Frauen 852 Euro weniger als Männer. Das hat eine Analyse der Agentur für Arbeit ergeben. Auch wo das mittlere Einkommen im Kreis liegt, wurde ermittelt
Donau-Ries - Im Landkreis Donau-Ries liegt der Verdienst der Männer 852 Euro und im Landkreis Neu-Ulm (893 Euro) über dem der Frauen. Dieser Trend setzt sich – wenn auch abgemildert in den Landkreisen Dillingen (593 Euro) und im Landkreis Günzburg (496 Euro) fort. „Gründe für diese Differenz gibt es viele. Zum einen arbeiten Frauen überproportional oft in schlechter bezahlten, typischen 'Frauenberufen' wie beispielsweise dem Friseurhandwerk, im sozialpflegerischen Bereich oder im Service. Außerdem übernehmen sie seltener Führungspositionen, legen eine Babypause ein oder sind länger in Teilzeit tätig“, erklärt Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth. Bemerkenswert ist, dass in Ostdeutschland Frauen einen um 56 Euro geringfügig höheren Verdienst erzielen als Männer, in Westdeutschland ist er dagegen um 539 Euro niedriger als bei den männlichen Kollegen.
Mittleres Einkommen im Kreis: 3.368 Euro
Im Vergleich der Bundesländer wird das höchste Entgelt in Hamburg erzielt, gefolgt von Baden-Württemberg, Hessen und Bremen. Bayern liegt an fünfter Stelle im Ländervergleich. In Bayern verdienen Vollzeitbeschäftigte in Ingolstadt, in Erlangen sowie in der Stadt München mit einem Einkommen von mehr als 4.000 Euro am meisten. In Ingolstadt ist der Verdienst mit 4.635 Euro sogar deutschlandweit am höchsten, die Stadt Erlangen erreicht Platz drei, die Stadt München Platz sieben. Somit sind drei bayerische Kommunen unter den Top-10 im Bund. In den Kreisen der Region liegen die mittleren Einkommen bei 3.368 Euro (Landkreis Donau-Ries), 3.140 Euro (Landkreis Dillingen), 3.116 Euro (Landkreis Günzburg) und 3.392 Euro (Landkreis Neu-Ulm). Der regionale Vergleich zeigt, dass der Verdienst Vollzeitbeschäftigter in Westdeutschland mit 3.339 Euro noch immer deutlich über dem durchschnittlichen Entgelt in Ostdeutschland (2.600 Euro) liegt.
Qualifikation zahlt sich aus
„Lohnend ist geschlechterübergreifend immer eine Aus- und Weiterbildung. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht nur die beste Arbeitslosenversicherung, sie ist auch ein Garant für einen besseren Verdienst. So verdienen in Bayern wie auch in Nord- und Westschwaben sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte mit einem Berufsabschluss mindestens ein Viertel mehr als ihre ungelernten Kollegen. Gerne informieren wir Interessierte zu Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung vor Ort und beraten über Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten“, ergänzt Richard Paul.