22. Mai 2019, 08:28

Gemeinsam handeln für Donauwörth

Die Vorstandschaft der CID wurde bei der Mitgliederversammlung bestätigt. Das Bild zeigt v.l.n.r Thomas Deuter, Thomas Schröttle, Tobias Merkle, Markus Sommer, Christiane Kickum und OB Armin Neudert. Bild: Mara Kutzner
Die City-Initiative-Donauwörth e.V. veranstaltet nicht nur zahlreiche Events in Donauwörth, sondern mischt sich immer wieder erfolgreich in die Stadtpolitik ein. Dass die Reichsstraße attraktiver wird, ist eines der wichtigsten Ziele.

Der alte ist der neue Vorstand, bei der City-Initiative-Donauwörth e.V. (CID) Bei der Mitgliederversammlung am Dienstagabend standen Neuwahlen an. Die geschäftsführende Vorsitzende Christiane Kickum und Vorsitzender Markus Sommer wurden in ihren Ämtern bestätigt. Auch Thomas Deuter bleibt Schatzmeister, Tobias Merkle wird weiter das Amt des Schriftführers übernehmen. Der Vorstand ist für zwei Jahre gewählt und wird durch den städtischen Wirtschaftsreferenten Thomas Schröttle ergänzt. Die CID vereint Händler, Handwerksbetriebe, Dienstleistungsunternehmen, Gewerbe und Gastronomiebetriebe aus Donauwörth. 

Das Vorstandsteam kann auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr zurückblicken. Nicht nur acht neue Mitglieder, darunter Unternehmen und Privatpersonen, sind zu verzeichnen, die CID konnte sich erfolgreich in die Stadtpolitik einmischen. Der Stadtmarketingverein hat beispielsweise die sogenannte "Semmeltaste" beantragt, die nun ermöglicht, in der Innenstadt für 15 bzw. 30 Minuten kostenfrei zu parken. Außerdem hat die CID mehrmals Stellung zum Tanzhaus bezogen. Die Stellungnahmen seien laut OB Armin Neudert in die Stadtratsbeschlüsse eingeflossen. So hat man sich zuletzt unter anderem gegen Einzelhandel im Tanzhaus entschieden, um bestehenden Geschäften keine Konkurrenz zu machen. 

Stärkung der Reichsstraße hat oberste Priorität 

Viel Arbeit steckt man bei der CID derzeit in das Projekt "Stadtladen". Zwar ist der aktuelle Stand "nicht ganz einfach", Christiane Kickum ist sich aber sicher, den Bürgerladen noch in diesem Jahr zu eröffnen. Nachdem die Fläche des ehemaligen Drogeriemarkts Müller nicht in Frage kommt, gibt es zwei weitere Alternativen. "Wir geben da nicht auf", bestätigt die Vorsitzende. 

Nicht nur der Stadtladen soll die Reichstraße wieder beleben, auch durch andere Projekte hat es sich die CID zur Aufgabe gemacht, die Reichsstraße zur stärken. "Da müssen wir jetzt Nägel mit Köpfen machen", so Kickum. Bei einem separaten Treffen mit allen Händlern der Reichsstraße soll nächste Woche zum Beispiel geklärt werden, welche einheitlichen Öffnungszeiten gelten sollen. Außerdem wird beraten, wie die City-Initiative zu einer Straßensperrung an Markttagen steht. 

Jugendliche sollen die Stadt mitgestalten 

Ihren Fokus will die CID in Zukunft auch auf eine jugendorientierte Stadtentwicklung legen. "Jugendliche können und wollen die Stadt mitgestalten, wenn sie über die notwendigen, selbstbestimmten Räume verfügen. Innenstädte können durch diese Räume nachhaltig mitgeprägt werden", so Sommer. Die CID sieht er als neutralen Mittler einer Projektplattform für Jugendliche. Gemeinsam mit der Stadtjugendpflegerin Daniela Benkert wurde deshalb ein Fragebogen für Jugendliche erarbeitet, um die Wünsche und Visionen von Jugendlichen zu ermitteln. Auf Basis dieser Daten könnte die CID dann helfen, ein selbstverwaltetes Jugendcafé in der Reichsstraße zu eröffnen und Projekte im Bereich Kunst und Musik unterstützen. 

Neue Weihnachtsbeleuchtung spart 90 Prozent Strom ein 

Neben neuen Projekten, wie der ersten Donauwörther Schmankerltour, ein 5-Gänge-Menü, bei dem jeder einzelne Gang in einem anderen Restaurant zu sich genommen wird, stehen 2019 wieder traditionelle Veranstaltungen wie der Kinderflohmarkt, der Ökomarkt, das Sonnenstraßenfest und die Kunst- und Lichternacht an. In der Vorweihnachtszeit organisiert die City-Initiative-Donauwörth e.V. erneut DONwud, ein internationaler Weihnachtsmarkt sowie die Eislaufbahn am Fischerplatz. In diesem Jahr wird außerdem auch im Ried die Weihnachtsbeleuchtung erneuert. 2018 wurden bereits die alten Lichterketten in der Bahnhofsstraße gegen neue ersetzt. Das Ergebnis: Bereits im letzten Jahr wurde durch die neue Beleuchtung 90 Prozent Strom eingespart.