16. Januar 2020, 17:04

Mit Big Data den Wirtschaftsstandort stützen

Symbolbild Bild: urulaia/pixelio.de
Gemeinsam mit regionalen Unternehmen müssen sich die Wissenschaftler der Hochschule Augsburg dem Digitalen Wandel stellen und innovative Lösungen für Unternehmen im Landkreis Donau-Ries erarbeiten.

"Der Landkreis Donau-Ries steht wirtschaftlich hervorragend da. Weltmarktführer im Bereich der Produktion und Automation haben hier ihren Sitz", so Landrat Stefan Rößle. Doch der Wirtschafts- und Produktionsstandort Donau-Ries muss konkurrenz- und zukunftsfähig bleiben. Gleichzeitig bestehe im Bereich Innovation bestehe noch Verbesserungspotenzial. Hier spielt die Forschung der Hochschule Augsburg eine wichtige Rolle. Eine noch engere Zusammenarbeit zwischen der Hochschule, dem Landkreis und den ansässigen Unternehmen soll den Digitalen Wandel und Innovationen vorantreiben. Das kündigten Rößle, der auch Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule Augsburg ist und Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair, Präsident der Hochschule bei einem Pressegespräch am Donnerstag im Landratsamt in Donauwörth an. 

Laut Rohrmair forsche man an der Hochschule Augsburg aktiv daran, dass Unternehmen die digitale Transformation als Chance nutzen und durch Innovationen im internationalen Wettbewerb punkten können. 

Am Technologie Tranzferzentrum (TTZ) in Nördlingen setzt hier zum Beispiel das Forschungsprojekt "ProLogCloud" an. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln hier ein neues Automatisierungskonzept, das die wirtschaftliche Fertigung von Ultraschallsensoren für den Automotive-Bereich in der Region ermöglicht. Über eine umfassende digitale Vernetzung der Arbeitsschritte und der Anlagen sowie einer integrierten Prozesslogistik kann der Fertigungsprozess bis zum fertigen Sensor verbessert und effektiver gestaltet werden.

Außerdem wird an neuen IT-Sicherheitslösungen geforscht. Ein intelligentes Fehler-Frühwarnsystem bei komplexen Automationsstraßen könnte behilflich sein. Mitarbeiter sollen über eine App frühzeitig über mögliche Fehler in der Produktion informiert werden und können so kurzfristig eingreifen. Am TTZ in Nördlingen und nun auch am neuen TTZ in Donauwörth arbeitet die Hochschule intensiv mit Handwerkskammer, IHK und regionalen Unternehmen zusammen, mit denen gemeinsam an der intelligenten Nutzung von Big Data gearbeitet wird, um reibungslose und effektive Produktionsabläufe zu garantieren. 

Studiengang in Nördlingen weiter ausgebaut

Auch der Studiengang Systems Engineering in Nördlingen entwickelt sich gut. Das Studienmodell "Digital und Regional" bietet nun ab dem 5. Semester neben den bisherigen Schwerpunkten Elektrotechnik und Informatik auch den Schwerpunkt Betriebswirtschaft (Logistik bzw. Projektmanagement) an. So spricht der Studiengang noch mehr Studierende aus den regionalen Unternehmen an. Im Wintersemester 2019 starteten in Nördlingen und am weiteren Standort in Memmingen 45 Studierende. Im Bereich Nördlingen arbeitet die Hochschule mit 55 Unternehmen zusammen. (pm/mk)