17. Juli 2019, 08:56

Führung von Schülern der Hans-Leipelt-Schule durch die Ausstellung

Eduard Baier, Jana Reicherzer und Tamara Sedlmeier (BVW) führen die Gäste der Anton-Jaumann Realschule Wemding durch die Ausstellung. Bild: Hans-Leipelt-Schule
Deutschlandweit beteiligen sich 250 Schulen am Aktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus und für Demokratie. Ein Unterrichtsprojekt dazu fand auch im Landkreis Donau-Ries statt.

Am 12. Juni 2019 wäre Anne Frank 90 Jahre alt geworden. An ihrem Geburtstag erinnern bundesweit rund 40.000 Schülerinnen und Schüler an das jüdische Mädchen, ihr weltberühmtes Tagebuch sowie die sechs Millionen Opfer des Holocaust. 250 Schulen beteiligen sich am diesjährigen Anne Frank Tag unter dem Motto „Anne Frank 90“. Der deutschlandweite Anne Frank Tag wird vom Anne Frank Zentrum in Berlin organisiert. Schüler der Hans-Leipelt-Schule Donauwörth (Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule) präsentierten zum Aktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus am Mittwoch, 10. Juli 2019 die Ausstellung „Anne Frank 90“. Die Vorklassen der BOS und FOS erarbeiteten mit ihren Lehrkräften Florian Arloth und Simone Götz Führungen durch die Plakatausstellung „Anne Frank 90“. Es wurden szenische Features aus der Sicht von Anne Frank und Menschen aus ihrem unmittelbaren Umfeld präsentiert.

Zusammen mit dem Koordinator für die Zusammenarbeit mit den Realschulen Ottmar Müller und der Schulleiterin Doris Barth-Rieder begrüßten die Schülerinnen und Schüler der Vorklassen der Hans-Leipelt-Schule im Rahmen eines Kooperationstags eine Gruppe der Anton-Jaumann-Realschule Wemding (9. Jahrgangsstufe) mit ihrer Konrektorin Alexandra Waschner-Probst und bezogen die Gäste der Realschule in die Projektarbeit ein.

Die Ausstellung „Anne Frank 90“ im Schülercafé und der angrenzenden Aula der Hans-Leipelt-Schule zeigt auf acht großformatigen Plakaten Anne Franks Lebensgeschichte. Anne Frank wurde am 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main geboren. Gemeinsam mit ihrer jüdischen Familie emigrierte sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in die Niederlande. Aufgrund der Besatzung durch die Wehrmacht und der antisemitischen Verfolgung versteckte sich die Familie Frank in Amsterdam. Im Versteck schrieb Anne Frank zwischen 1942 und 1944 ihr später weltberühmtes Tagebuch. Am 4. August 1944 wurden die Untergetauchten entdeckt, verhaftet und deportiert. Anne Frank starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren.

Der vom Anne Frank Zentrum initiierte Schulaktionstag, die Ausstellung und die Präsentationen an der Hans-Leipelt-Schule richten sich gegen Antisemitismus und Rassismus. Junge Menschen sollen motiviert werden, sich für eine vielfältige und demokratische Gesellschaft einzusetzen. Die Hans-Leipelt-Schule, benannt nach einer Person aus dem Umfeld des Widerstandkreises Weiße Rose, zudem Schule ohne Rassismus Schule mit Courage, möchte mit derartigen Projekten junge Menschen dazu bewegen, sich eben für diese Werte einzusetzen. (pm)