THG

Musikalischer Genuss der Extraklasse

Die Big Band das Theodor-Heuss-Gymnasiums Nördlingen riss mit seinem schwungvollen Repertoire das Publikum mit. Bild: Maximiliane Böckh
Für manch einen war der Begriff der Synästhesie, unter dessen Überschrift am vergangenen Sonntag zur Jazz-Kunst-Matinee am Theodor-Heuss-Gymnasium Nördlingen eingeladen war, recht ungewohnt. Doch seine Bedeutung offenbarte sich jedem Besucher der Matinee innerhalb kurzer Zeit.

Die neue Aula empfing die Gäste sogleich mit einer Ausstellung von verschiedenen Arbeiten aus dem Kunstunterricht, angefangen bei farbenfrohen Pilzstadt-Gemälden aus der Unterstufe über architektonische Modelle einer vertikalen Stadt, angefertigt von der Q12, bis hin zu barocken Miniaturtheaterbühnen, die die achte Jahrgangsstufe erstellt hat.

Musikalisch hieß die Big Band unter der Leitung von Andreas Nagl das Publikum mit der mitreißenden Jazz-Komposition „Jumpin at the woodside“ willkommen.

Passend zu dieser beschwingten Kombination aus Klang und Kunstwerken wünschte Schulleiterin Dr. Renate Rachidi den Besuchern 90 Minuten ohne Verzagtheit, dafür voller Lebensfreude und Dynamik.

Das Repertoire der Big Band setzte genau dieses Lebensgefühl um, denn sowohl gefühlvollere Songs wie der Jazzstandard „Autumn leaves“ als auch fetzige Swing-Nummern wie „Five foot two, eyes of blue“ oder Funk-Titel wie „Pick up the pieces“ luden zum Mitwippen ein. Spätestens beim  Abschlusslied „Sing, sing, sing“ konnte keiner mehr ruhig auf seinem Stuhl sitzen bleiben.

Erfrischend natürlich führte der Abiturient Maximilian Heinecke durch das musikalische Programm, bei dem auch etliche Solisten ihr Können unter Beweis stellten und jedes Mal mit viel Zwischenapplaus belohnt wurden.

In einer dreißigminütigen Pause gab es für die Gäste reichlich Gelegenheit sich weitere künstlerische Arbeiten anzuschauen, die nicht nur in der Aula, sondern auch in der Galerie präsentiert wurden. Kunst-Fachschaftsleiter Max Zischka wies in einer kurzen Ansprache darauf hin, dass gerade die Arbeiten des Additums in Q11 und Q12 deutlich über ein übliches Schulniveau hinausreichten, und bat darum, sich für die Betrachtung der einzelnen Werke wirklich Zeit zu nehmen. Dies taten die Besucher und waren in die Metamorphosen-Bilder der Q11, die atmosphärischen Landschaften der 10. Klassen oder Filmplakate der Unterstufe ebenso vertieft wie in die Wettbewerbsbeiträge des Additums 12 zum Thema „Schönheit“, die Lampendesigns (ebenfalls Additum 12) oder die Archetypen des Additum 11.

Insgesamt war damit dem Publikum ein echter Augen- und Ohrenschmaus während der kurzweiligen, gelungenen und gut besuchten Sonntagsmatinee geboten gewesen, die mit der Zugabe "Drummin' Man" ihren Abschluss fand. (pm)