12. Juni 2017, 15:57

Doppelte Fahrzeugweihe bei der Freiwilligen Feuerwehr Donauwörth

Zahlreiche Gäste verfolgten die Fahrzeugweihe der Freiwilligen Feuerwehr Donauwörth. Bild: Titian Krabler
Im Rahmen einer Feierstunde übergibt Oberbürgermeister Armin Neudert der FFW Donauwörth neuen Rüstwagen und Teleskoparmstapler
Donauwörth - Die Stadt Donauwörth hat für die Freiwillige Feuerwehr Donauwörth einen neuen Rüstwagen beschafft. Dieses Fahrzeug ist mit Ausrüstung für alle Arten der technischen Hilfeleistung ausgerüstet und ersetzt den bisherigen Rüstwagen, der nach 30 Jahren nun außer Dienst gestellt wurde. Außerdem wurde zur Ergänzung des Logistikkonzeptes und, basierend auf dem Feuerwehrbedarfsplan auch ein Teleskoparmstapler neu gekauft.
Im Rahmen einer Feierstunde konnte Oberbürgermeister Armin Neudert die beiden Fahrzeuge nun ihrer Bestimmung übergeben. Versehen mit dem kirchlichen Segen, wünschte er den Fahrzeugen eine unfallfreie Fahrt und ihrer Besatzung eine stets gesunde Rückkehr von den Einsätzen. Diesen Aspekt griffen auch Pater Mayer und Dekan Heidecker in ihrer kurzen Andacht auf. Wobei sie ausdrücklich betonten, dass hierbei nicht nur die körperliche sondern auch die geistig, seelische Gesundheit gemeint sei. Stadtbrandinspektor Alexander Zobel begrüßte neben zahlreichen Stadträten auch die Kommandanten der Stadtteil- und benachbarten Ortsfeuerwehren. Auch die Vertreter anderen Donauwörther Hilfsorganisationen und einiger an der Beschaffung beteiligten Firmen waren seiner Einladung zur Einweihung gefolgt. Musikalisch wurde diese von einer Band begleitet, die aus Mitgliedern der eigenen Feuerwehrjugend besteht. Stadtbrandmeister Thomas Stecker, der als Projektleiter federführend für die Beschaffungen zuständig war, zeigte nochmals auf, welche enormen Anstrengungen notwendig waren, bis die Fahrzeug nun übergeben werden konnten.
Startschuss der Planungen fiel im Frühjahr 2015
Bereits im Frühjahr 2015 gab der Stadtrat mit dem Beschluss zur Beschaffung des Rüstwagens den Startschuss für die Projektphase. Das Projektteam der Feuerwehr diskutierte anschließend ausführlich die Fragen, was man benötige, was wünschenswert wäre und  auf was man verzichten könne. Auch wurden mehrere Besichtigungen zu anderen Feuerwehren unternommen, um Vergleichsfahrzeuge in Augenschein zu nehmen und Einsatzerfahrungen auszutauschen. Letztendlich hat man sich im Kreis des Beschaffungsteams für Ausführungen entschieden, welche nicht die üblichen Standards abbilden. Für den Rüstwagen bedeutet dies, die konsequente Weiterführung des flexiblen Rollcontainersystems, welches mit dem Gerätewagen Logistik eingeführt wurde. Auch der in der Beschaffung befindliche Gerätewagen Gefahrgut des Landkreises Donau Ries wird mit Ladebordwand und Rollcontainern geplant. Nach den europaweiten Ausschreibungen konnten die Aufträge für das Fahrgestell an die Fa. Mercedes Benz; für den Aufbau an die Fa. Lentner, sowie für die feuerwehrtechnische Beladung an die Fa. Ziegler vergeben werden. Zeitgleich musste, bedingt durch die TÜV relevanten Mängel des alten Gabelstaplers, auch noch die Neuanschaffung dieses Arbeitsgerätes durchgeführt werden. Auch hier fiel die Wahl nach etlichen Fahrzeugbesichtigungen auf ein nicht alltägliches Modell: Ein Teleskoparmstapler der Marke JCB wurde über die Fa. Forstner beschafft.
In seinem Grußwort dankte OB Neudert allen an den Fahrzeugbeschaffungen Beteiligten. Er wies nochmals auf die Vorteile einer schlagkräftigen Wehr für alle Bürgerinnen und Bürger hin, auch wenn es erheblicher finanzieller Mittel bedürfe. Beim Rüstwagen steht immerhin ein Kaufpreis von 390.000 Euro zu Buche. Der Stapler kostete dann nochmals 54.000 Euro. Er bedankte sich ausdrücklich beim Stadtrat für die Genehmigung der Mittel, im Falle des Rüstwagens beim Freistaat Bayern für die Förderung in Höhe von 140.000 Euro und beim Landkreis Donau-Ries für einen Zuschuss von 84.000 Euro. Auch der Landtagsabgeordnete Wolfgang Fackler und der Stellvertreter des Landrates, Reinhold Bittner, betonten in ihren Grußworten, dass die gute Ausrüstung der Feuerwehren für die Sicherheit der Bevölkerung immens wichtig sei und sie die entsprechenden finanziellen Beiträge daher gerne leisteten. (pm)