25. November 2019, 09:02

Buchpräsentation „Tatort Donauwörth“

Von links: Sonja Strobel, Friederike Rieger, Gabriele Geiger-Bissinger Bild: Karl Rieger
Am 7. November 2019 haben Gabriele Geiger-Bissinger, Sonja Strobel und Friederike Rieger ihr gemeinsames Buch "Tatort Donauwörth" in der Stadtbibliothek Donauwörth erfolgreich präsentiert.

Zahlreiche Gäste hatten sich in der Stadtbibliothek Donauwörth eingefunden, um Donauwörth, Nordschwabens freundliche Mitte, von einer anderen, einer dunklen Seite kennenzulernen. Drei langjährige Donauwörther Stadtführerinnen, Gabriele Geiger-Bissinger, Friederike Rieger und Sonja Strobel, stellten ihr gemeinsames Buch „Tatort Donauwörth“ vor, in dem sie wahre Begebenheiten aus Donauwörths Geschichte und Gegenwart lebendig werden lassen. Aus unerwarteten Blickwinkeln erzählen zehn Kurzgeschichten, die zum Nachdenken, Schmunzeln und Staunen einladen von Sachbeschädigung bis Mord, von Diebstahl bis Entführung. Dabei werden keine furchtbaren Verbrechen aus Polizeiakten oder der schreckliche Mord an Maria von Brabant hier aufgerollt. Ob Unfall, Sachbeschädigung oder grober Unfug, alles wird mit einem Augenzwinkern erzählt.

So führt die Geschichte von Friederike Rieger „Der Name des Verräters“ in die letzte Blütezeit des Benediktinerklosters Heilig Kreuz in Donauwörth. Im ehemaligen Kloster, einem damaligen „Science Center“, wurde nicht nur geforscht, Messen und Opern komponiert, Predigten und Theaterstücke verfasst, sondern von Pater Beda Mayr ein spektakuläres und gefährliches Buch geschrieben. Dass ein Konventuale des Klosters – er war Mitglied des Illuminatenordens - im 18. Jahrhundert ein Fluggerät gebaut hat, um aus dem Kloster fliehen zu können, ist besonders bemerkenswert, denn in der Hubschrauberstadt Donauwörth wird bereits im 18. Jahrhundert ein Fluggerät entworfen!

Gabriele Geiger-Bissinger hat über den kuriosen Inhalt von Fässern geforscht, die auf Donauzillen von Ulm nach Wien mit Zwischenhalt in Donauwörth transportiert wurden. Was sich vor ca. 300 Jahren am Donauhafen in Donauwörth und in der Wirtschaft „Grüner Baum“, die sich früher in der Nähe der Promenade befand, ereignet hat, wird in einer spannenden Geschichte erzählt.

Und Sonja Strobels spannende Erzählung über die abenteuerliche Floßfahrt einer jungen Familie auf der Donau in einer Winternacht, meisterlich gesteuert von den Fährleuten Klaus und Jörg, beweist wieder einmal, dass die Wirklichkeit die beste Geschichtenerzählerin ist. Dieses Buch ist nicht nur für Geschichtefans, sondern vor allem auch für Liebhaber von Geschichten geschrieben!

Das 140seitige Buch wurde von Sonja Strobel und Gabriele Geiger-Bissinger mit zehn schwarz-weiß Zeichnungen illustriert. Das neugierig machende Titelblatt wurde von Gabriele Geiger-Bissinger gestaltet. Das Buch „Tatort Donauwörth“ kostet 8 Euro und kann im Buchhandel in Donauwörth und in Rain am Lech erworben werden.

Gabriele Geiger-Bissinger ist seit vielen Jahren Stadtführerin in Donauwörth. Die Gedächtnistrainerin hat neben ihrer Leidenschaft dem Malen, vor einigen Jahren, das Schreiben von Kurzgeschichten für sich als Hobby entdeckt. Sie möchte mit ihren Geschichten die Leser zum Nachdenken, aber auch zum Lachen bringen. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Donauwörth.

Friederike Rieger ist gebürtige Donauwörtherin und war als Diplombibliothekarin in verschiedenen Bibliotheken tätig. Sie ist seit 1994 Stadtführerin. Als Heimatforscherin hält sie Vorträge und schreibt Artikel für Fachzeitschriften und Zeitungen. Außerdem hat sie zwei Kinderbücher verfasst.

Sonja Strobel lebt in der Nähe von Donauwörth auf einem Bauernhof. Sie ist verheiratet und hat drei erwachsene Söhne. Ihre Hobbys sind spezielle Stadtführungen für Kinder und Erwachsene. Sie zeichnet gerne und ist Illustratorin zweier Kinderbücher. Mit ihren Enkeln erzählt sie Fantasiegeschichten aus dem Stegreif. (pm)