20. Juli 2020, 15:26

Ein Grenzstein am Landkreiseck

v.l.n.r.: Herr Bürgermeister Hans Kaltner, Frau stv. Landrätin Claudia Marb, Herr Bürgermeister Markus Stettberger, Herr Bürgermeister Veit Meggle Bild: Katharina von Koblinski
Der Wanderweg zur Grenze der Landkreise Donau-Ries, Augsburg und Dillingen wurde feierlich eröffnet

Dass an einer Stelle drei Gemeinden aufeinander stoßen, ist nichts Ungewöhn-liches. Doch in diesem Fall sind es mit den Gemarkungen Allmannshofen (Lkr. Augsburg), Lauter-bach (Lkr. Dillingen a.d. Donau) und Mertingen (Lkr. Donau-Ries) drei Landkreise des Regierungsbezirks Schwaben, die seit fast 50 Jahren in einem Wäldchen nahe des kleinen Weilers Illemad (Gmd. Buttenwiesen) aufeinander treffen. Und nicht nur das: Der Grenzpunkt der drei Landkreise hat auch noch eine historische Dimension. An diesem Punkt trafen nämlich jahrhundertelang drei verschiedene Herrschaftsgebiete aufeinander: Allmannshofen gehörte damals den Reichsmarschällen von Pappenheim, Mertingen war Teil der sogenannten „Reichspflege Wörth“ und Lauterbach ein Dorf des Deutschen Ordens.

Um auf diese historisch und geopraphisch bedeutende Stätte aufmerksam zu machen, wurde auf Initiative des ehemaligen Bürgermeisters von Allmannshofen, Manfred Brummer, der „Wander-weg zum Landkreiseck“ entwickelt. In Kooperation mit dem Ferienland Donau-Ries e.V. sowie der Diplom-Geographin Frau Kathrin Schön wurde der Weg ausgeschildert sowie eine Informationstafel am Startpunkt aufgestellt. Mitarbeiter des Bauhofs Allmannshofen setzten einen Grenzstein auf den Punkt, an dem sich die drei Landkreise treffen.

Nun wurde der Weg feierlich von den Bürgermeistern Hans Kaltner (Buttenwiesen), Veit Meggle (Mertingen) und Markus Stettberger (Allmannshofen) eröffnet. Ein besonderer Dank galt dabei Herrn Wolfgang Lorenz, auf dessen Grundbesitz der Weg verläuft, sowie Frau Kathrin Schön, die das Projekt bei der Umsetzung fachlich betreut hat. Herr Brummer berichtete bei der Veranstaltung, die direkt am Grenzstein bei Illemad stattfand, über seine Idee, die Entstehung des Weges sowie die geschichtlichen Hintergründe.
Die stellvertretende Landrätin des Landkreises Donau-Ries, Frau Claudia Marb, begrüßte die Initiative der Gemeinden und betonte die große Bedeutung der landkreisübergreifenden Zusammenarbeit im Tourismus. Gerade im touristischen Bereich sei es schwierig bis unmöglich, das Urlaubsgebiet, das es zu vermarkten gilt, anhand kommunaler Verwaltungsgebiete einzugrenzen. Der Wanderweg zum Landkreiseck sei ein schönes Beispiel für eine gelungene kommunale Zusammenarbeit. (pm)