Prunksitzung

Gailachia Monheim begeistert mit Musik, Tanz und viel Humor

Prinzessin Laura I. (Rib) und Prinz Sven I. (Lanzer) sorgten für eines der großen Highlights des Abends. Bild: Matthias Stark
In einer bis auf den letzten Platz gefüllten Stadthalle zeigte die Gailachia Monheim am Samstag mit schwungvollen Tänzen und viel Humor eindrucksvoll, wie lebendig und vielseitig der Fasching vor Ort Jahr für Jahr ist.

Für die musikalische Begleitung sorgte die Skyphiriniaband der Stadtkapelle Monheim. Präsident Michael Utjesinovic eröffnete den Abend gemeinsam mit allen Aktiven auf der Bühne. Spätestens bei der gemeinsamen Schunkelrunde war klar: Die Stimmung erreichte von Beginn an einen Höhepunkt.

Das erste Ausrufezeichen des Abends setzten Kinderprinzessin Ada I. (Mecklinger) und Kinderprinz Anton I. (Ludwig), die gemeinsam mit ihren Begleittänzern zu Klängen aus High School Musical das Publikum mitrissen. Direkt danach brachten die Tanzmäuse mit einem schwungvollen Auftritt zu 2000er-Hits im Disco-Outfit Bewegung in den Saal. Anschließend folgte eine Premiere: Erstmals seit Jahren gehörte mit Luna Liese wieder ein Tanzmariechen zum Kinderhofstaat.

Die große Chartshow

Im Anschluss zog der große Hofstaat ein. Prinzessin Laura I. (Rib) und Prinz Sven I. (Lanzer) präsentierten gemeinsam mit Mundschenk Luca und Hofmarschall Luisa Burlefinger eine Reise durch die Musikgeschichte – von ikonischen Hits der 60er-Jahre bis in die Gegenwart, ganz im Stil einer ultimativen Chartshow. Dabei fehlten auch persönliche Worte nicht: „Prinz Sven, Maler mit Herz und Seele, doch heute wählt er nicht die Farbe, sondern Konfetti“, hieß es augenzwinkernd. Prinzessin Laura betonte zudem: „Die Prinzengarde ist ein fester Teil von mir – Fasching lebt vom Miteinander.“

Musikalisch ging es weiter zurück in die 70er-Jahre, als die Midigarde mit Choreografien zu Songs von ABBA überzeugte – ein rundum gelungener Auftritt der Tänzerinnen. In der Bütt berichteten „JoAn“, bestehend aus Johanna und Anna, humorvoll aus dem Alltag einer Faschingsfamilie: „Die Waschmaschine kennt uns seit Wochen nicht mehr – und das Kochen übernimmt der Fio. Unsere Eltern sind nur kurz weg und kommen drei Tage später wieder. Die Hausaufgaben sind egal, es regiert Prinz Karneval.“

Tradition trifft auf Moderne

Traditionell wurde es mit dem Auftritt der Minigarde, die den Blauen Marsch präsentierte. Für zahlreiche Lacher sorgte anschließend ein Sketch über den WhatsApp-Chat einer Kita-Gruppe. Unterschiedlichste Erziehungsstile und kulturelle Welten prallten dabei aufeinander – während die Mamas fleißig tippten, reagierten die Papas konsequent mit einem Daumen nach oben. Eine Situation, die vielen im Saal vertraut sein dürfte. Entsprechend groß war der Applaus. Den Abschluss des ersten Blocks bildete die Prinzengarde mit einem klassischen Gardemarsch auf höchstem Niveau.

Highlights am laufenden Band

Nach der Pause eröffnete das Kolping-Theater den zweiten Teil des Abends mit einer Szene an der Supermarktkasse: Zahllose Einkaufswagen stauten sich an der Kasse, doch nichts ging voran. Die Laune schwankte, die Stimmen wurden schriller – eine urkomische Situation, die das Publikum begeisterte. Die Teeniegarde entführte die Gäste anschließend musikalisch in die 90er-Jahre, bevor in der Bütt von Andrea und Uli die Bürgermeisterwahl thematisiert wurde. Monheim gleiche aktuell einem Panini-Sammelalbum, stellten sie fest, und nahmen dabei alle drei Kandidatinnen und Kandidaten humorvoll aufs Korn. Für stehende Ovationen sorgte schließlich das Männerballett der Gailachia, die „Jungelfer“. In einem mitreißenden Dancebattle – Mädchen gegen Jungs – zu verschiedensten Hits forderte das Publikum lautstark eine Zugabe. Das große Finale gehörte dem Showtanz der Prinzengarde, die mit einer Reise in die 20er-Jahre erneut unter Beweis stellte, warum sie in der vergangenen Saison unter anderem die Showtanznacht gewonnen hatte. Nach dem offiziellen Ende war noch lange nicht Schluss: Bis 03:00 Uhr morgens wurde weitergefeiert – ein würdiger Ausklang für eine rundum gelungene Prunksitzung. 

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