Gastronomie

Das Gasthaus "Zum Bären" hat wieder geöffnet: So plant der neue Wirt

Jürgen Minder ist der neue Wirt im Gasthaus "Zum Bären" in Donauwörth. Bild: Thomas Oesterer
Nach Monaten des Stillstands kehrt Leben in das Gasthaus "Zum Bären" in Donauwörth zurück. Mit Jürgen Minder übernimmt ein erfahrener Wirt – und bringt direkt neue Ideen mit.

Vielen Donauwörtherinnen und Donauwörthern dürfte es in den vergangenen Monaten aufgefallen sein: Bis auf die Vermietung der Fremdenzimmer hatte das Traditionsgasthaus „Zum Bären“ am Festplatzgelände seinen Betrieb eingestellt. Nun gibt es jedoch erfreuliche Nachrichten. Während sich in Rain zwischenzeitlich eine gastronomische Lücke auftat, schließt sich in Donauwörth eine andere: Der erfahrene Gastwirt Jürgen Minder verlässt das TSV-Heim in Rain und übernimmt gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin den „Bären“.

Mit diesem Schritt kehrt Minder zugleich an eine frühere Wirkungsstätte zurück. Bereits vor rund zehn Jahren war er in Donauwörth tätig, unter anderem im „Grünen Baum“ und in der „Stauferstube“. „Ich war ja schon vor einigen Jahren hier – jetzt habe ich das passende Objekt für meine Rückkehr gefunden“, erklärt er.

 

Erfahrung und klare Qualitätsansprüche

Sein Handwerk hat der Vollblutgastronom früh von Grund auf gelernt. Nach seiner Ausbildung arbeitete er zunächst 16 Jahre im elterlichen Betrieb. Es folgten weitere Stationen, unter anderem in Burgheim, bevor er zuletzt in Rain tätig war. Heute blickt Minder auf rund 25 Jahre Selbstständigkeit in der Gastronomie zurück.

Die Wiedereröffnung des „Bären“ erfolgte bereits am Osterwochenende. Trotz zurückhaltender Werbung sei der Start gelungen. „Die Leute haben mir direkt das Gefühl gegeben, dass sie auf mich gewartet haben. Das ist schon ein tolles Gefühl“, resümiert Minder. Regulär geöffnet ist das Restaurant seit dieser Woche von Dienstag bis Samstag ab 16 Uhr, am Sonntag bereits ab Mittag, der Montag ist Ruhetag. Kulinarisch setzt Minder auf eine Mischung aus gutbürgerlicher Küche und gehobenem Anspruch. „Deutsch, hausgemacht, ein bisschen mediterran“, beschreibt er sein Konzept. Auf der Karte finden sich Klassiker wie Schnitzel und Zwiebelrostbraten ebenso wie argentinisches Bio-Rindersteak oder vegetarische Gerichte. Besondere Akzente sollen zudem der „Heiße Stein“ sowie regelmäßig wechselnde Aktionen setzen – etwa mit Spanferkel, Haxn oder Gerichten vom Smoker.

Beim Einkauf legt der Gastronom großen Wert auf hochwertige Produkte aus der Region und arbeitet eng mit lokalen Lieferanten sowie heimischen Landwirten zusammen. Ebenso wichtig ist ihm ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln. „Man merkt am Fleisch, wenn Tiere Stress haben – oder eben nicht“, betont Minder.

"Bin nicht nach Donauwörth gekommen, um in drei Jahren wieder zu schließen"

Und auch in diesem Bereich wirft die Landesgartenschau 2028 in Donauwörth bereits ihre Schatten voraus. So ist für Minder die Lage direkt am künftigen Stadtpark ein zusätzlicher Anreiz – jedoch nicht der ausschlaggebende Grund für seinen Schritt. „Ich bin nicht nach Donauwörth gekommen, um in drei Jahren wieder zu schließen – ich möchte den Bären hier langfristig machen“, sagt er.

Für den weiteren Aufbau seines Betriebs sucht Minder deshalb derzeit noch Unterstützung. Sowohl im Service als auch in der Küche sind Bewerbungen willkommen. Klar ist für ihn schon jetzt die Richtung: ein persönlich geführtes Wirtshaus mit bodenständiger Küche und gleichbleibender Qualität. „Die Leute sollen direkt wissen, für was wir stehen – jetzt und auch in Zukunft.“

Redakteur. Schreibt bei uns für Online und blättle. Ist in Donauwörth geboren und aufgewachsen und der Stadt sehr verbunden. In seiner Freizeit als Spieler und Trainer auf den Fußball - und Tennisplätzen der Region zu finden.

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