Bürgerfest

Rieser Ehrenamtliche zu Gast bei Bundespräsident Steinmeier

Franka Gerstmeyr und ihre Begleitung Max Bauer Bild: Franka Gerstmeyr
Seit Jahren engagiert sich Franka Gerstmeyr ehrenamtlich bei Diakoneo in Oettingen. Für diesen Einsatz wurde sie nun zum Bürgerfest bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Bonn eingeladen.

Eine Einladung in goldener Schreibschrift, unterschrieben von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender – für viele wohl ein besonderer Moment. Für Franka Gerstmeyr aus Alerheim war es, so sagt sie „ein verheißungsvoller Anblick“ – und darauf wurde eine ganz besondere Erfahrung: die Teilnahme am Bürgerfest des Bundespräsidenten am 4. September im Garten der Villa Hammerschmidt in Bonn.

Eingeladen wurde sie über die Offenen Hilfen von Diakoneo in Oettingen, bei denen sie sich seit drei Jahren ehrenamtlich für Menschen mit Behinderung engagiert. Ihr Einsatz umfasst die Bereiche Freizeit, Bildung und Sport. Unter anderem leitet sie eine HipHop-Tanzgruppe und ist als Unified Partnerin bei Wettbewerben von Special Olympics aktiv.

Bereits beim Betreten des Festgeländes wurde deutlich, worum es an diesem Tag ging: Engagement, Gemeinschaft und gesellschaftliche Veränderung. Musikalisch empfangen wurden die Gäste von der Bigband der Bundeswehr. Auf dem weitläufigen Gelände präsentierten sich zahlreiche soziale Organisationen und Initiativen. Das Motto des Festes lautete: „Lass uns stärken, was uns verbindet.“

Regional und Japanisch: eine Verbindung verschiedener Kulturen

Auch kulinarisch wurde die Verbindung verschiedener Kulturen sichtbar: Regionale Anbieter sowie das Kulturpartnerland Japan sorgten für ein vielfältiges Angebot. Auf der Bühne wurde japanische Kampf- und Trommelkunst präsentiert, dazu kamen Interviews und Auftritte verschiedener Musikerinnen und Musiker.

Zwischen Gesprächen mit anderen Ehrenamtlichen, kulinarischen Eindrücken und dem abwechslungsreichen Programm verging der Nachmittag wie im Flug. Den krönenden Abschluss bildete Wolfgang Niedecken mit seiner Soloshow „Zwischen Start und Ziel“. Mit Gitarre und Flügel nahm er das Publikum mit – zum Klatschen, Mitsingen und Mitfühlen. Auch der Bundespräsident war immer mittendrin.

Dabei wurde die Botschaft aus der Eröffnungsrede wieder besonders präsent. Diese lautete: Angesichts von Krisen und Katastrophen, gesellschaftlichen Spannungen und extremen Stimmen dürfe eines nicht vergessen werden: Es gebe eine große Zahl von Menschen, die sich nicht in Empörung verlieren, sondern selbst Verantwortung übernehmen würde und Veränderung gestalte. Menschen, die sich engagieren und damit die Werte des Grundgesetzes mit Leben füllen. 

Das Ehrenamt im Mittelpunkt

Genau diese Menschen, so wurde Franka Gerstmeyr deutlich, standen an diesem Abend im Mittelpunkt. Die Einladung war damit nicht nur eine persönliche Anerkennung, sondern mehr eine Würdigung des ehrenamtlichen Engagements vieler Menschen in Deutschland.

Mit ihren Gedanken war Franka Gerstmeyr deshalb auch bei den zahlreichen Menschen, die bei Diakoneo tagtäglich wertvolle Arbeit leisten und sich mit viel Herzblut für andere einsetzen. Das Bürgerfest wurde so zu einem Abend voller Gemeinschaft, Dankbarkeit und Zuversicht.

Ein Abend, der zeigte: Gesellschaft lebt von Menschen, die sich einbringen – und von Menschen, die bereit sind, gemeinsam etwas zu bewegen. (dra)