Ukraine-Hilfen

Akademie Wallerstein wird Unterkunft für ukrainische Flüchtlingsfamilien

Symbolbild Bild: pixabay
Die Akademie Wallerstein, eine Fortbildungs- und Begegnungsstätte des Schulwerks der Diözese Augsburg, wird kostenlos Flüchtlingsfamilien aus der Ukraine zur Verfügung gestellt.

Das Schulwerk der Diözese Augsburg hat vor einigen Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft zur Maria-Ward-Realschule die Akademie Wallerstein gegründet. Diese steht den 45 Schulen des größten privaten Schulträgers im Süddeutschen Raum als eigene Fortbildungs- und Begegnungsstätte zur Verfügung. Angesichts des grausamen Krieges in der Ukraine und dem Leid der Menschen hat sich der Stiftungsvorstand des Schulwerks entschieden, die Räumlichkeiten als Unterkunft für geflüchtete Familien anzubieten.

In dem früheren Internatsgebäude können in 18 geräumigen Zimmern mit eigenen Bädern bis zu 36 Personen Platz finden. Zwei große Aufenthaltsräume, die bisher für Seminare und Fortbildungen genutzt wurden, dienen als Speisesaal und Freizeitraum für die neuen Bewohner*innen. Ein Haushaltsraum mit Waschmaschine und Trockner und zwei eigens eingerichtete Küchen ermöglichen eine adäquate Selbstversorgung. In den letzten Tagen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der benachbarten Schule und der Geschäftsstelle des Schulwerks die Zimmer liebevoll hergerichtet und kleine Willkommensgrüße auf den Betten platziert. Auch an der nahegelegenen Realschule Maria Stern Nördlingen ist die Hilfsbereitschaft groß. Schülerinnen und Schüler organisierten spontan einen Pausenverkauf und erwarben von dem Erlös Spielsachen, Mal- und Bastelutensilien sowie Ausstattung für Freizeitaktivitäten. Somit ist alles bereit für den Einzug der geflüchteten Familien aus der Ukraine.

Das Schulwerk der Diözese Augsburg übergibt die Akademie Wallerstein während der Beherbergung unentgeltlich an das Landratsamt. „Wir möchten mit der Bereitstellung der Räumlichkeiten einen Beitrag zur Unterstützung der Geflüchteten leisten“, sagt Peter Kosak, der Direktor des Schulwerks und fügt an, „die Sorge um die Kinder und Familien ist uns Schulleuten naturgemäß ein Herzensanliegen. Wir sind froh, dass wir helfen können.“ An den benachbarten Schulen laufen bereits die Überlegungen, wie Begegnungen mit den Gästen in der Akademie gestaltet werden können, damit auch Austausch, Förderung und gesellschaftliche Integration möglich werden. (pm)