7. Mai 2019, 09:49

Riedlinger Floriansjünger feiern ihr neues Einsatzfahrzeug

OB Armin Neudert bei der Weihung des neuen Fahrzeugs der Riedlinger Feuerwehr Bild: Rudi Brix
Fast fünf Jahre musste die Freiwillige Feuerwehr auf den Ersatz des alten LF 8 warten. Der Bedarfsplan der Stadt Donauwörth hatte vorgesehen, dass es ein „GWL2“, also ein Gerätewagen Logistik mit der Zusatzkomponente Wasserförderung, werden wird. 

Dass die Einweihung ausgerechnet am Namenstag des Heiligen Florian stattfand, war wohl kein Zufall. Stadtpfarrer Robert Neuner bat um Gottes Segen sowohl für das Fahrzeug als auch für die Frauen und Männer der Feuerwehr, dass diese immer wieder gesund von ihren Einsätzen zurück kommen mögen.

„Man habe diese Anschaffung von Seiten des Landkreises gerne bezuschusst“, so stellvertretender Landrat Reinhold Bittner. Wie sehr ihm die Verbundenheit der Stadtteile am Herzen liege, betonte Stadtbrandinspektor Alexander Zobel, denn im Notfall seien sie es, die die Donauwörther Wehr unterstützen. „Nachdem Unglücksfälle nicht planbar sind, ist es dringend notwendig, den Freiwilligen Feuerwehren das bestmögliche Rüstzeug zur Verfügung zu stellen, sowohl Ausrüstung als auch Ausbildung“, sagte Kreisbrandinspektor Rudolf Mieling, und überreichte dem Kommandanten Alexander Wild die Christopherus-Medaille für „Allzeit gute Fahrt“.

Wild stellte das „GW-L2“, das seinen Ehrenplatz im voll besetzten Festzelt hatte, den Gästen vor. Im Losverfahren hatten sich verschiedene Firmen für das Fahrgestell, den feuerwehrtechnischen Aufbau und die feuerwehrtechnische Beladung beworben. Die Wahl fiel auf die Firma MAN für das Fahrgestell, die Firma Ziegler bekam den Zuschlag für den Aufbau und die Firma Fischer für die Beladung. So finden sich in der Mannschaftskabine alle Ausrüstungsgegenstände, die für die erste Verkehrsabsicherung benötigt werden. Im Geräteraum sind die Gegenstände verstaut, die man bei der technischen Hilfeleistung einsetzt, z. B. zwei Motorsägen, Schutzausrüstungen und sechs zusätzliche Saugschläuche. Sämtliche Armaturen und Schläuche für den Löschaufbau befinden sich im Geräteraum 2. Ausgestattet ist das Fahrzeug außerdem mit einer Dynawatt-Anlage für schnelle Stromversorgung, Druckluftanlage und 32 B-Schläuchen, die bereits während der Fahrt ausgelegt werden können. Die Silhouette der Riedlinger Dorfkirche ziert den Aufbau. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 310.000 Euro, wovon 70.000 Euro als Zuschuss vom Freistaat Bayern zu Buche schlagen. Nachdem es sich um ein überörtliches Fahrzeug handelt kamen von Seiten des Landkreises Donau-Ries 42.000 Euro und von der Stadt Donauwörth 180.000 Euro. 20.000 Euro wurden vom Feuerwehrverein Riedlingen übernommen. Der Kommandant bedankte sich bei allen Geldgebern, darunter auch bei Wolfgang Fackler (MdL) und Oberbürgermeister Armin Neudert. (pm)