25. Juni 2018, 10:46

Wasserrettungsorganisationen unzufrieden mit Bädersituation

Vertreter der DLRG Mönchsdeggingen und der Kreiswasserwacht diskutierten über die
Bädersituation und das Schulschwimmen im Landkreis Donau-Ries.
v.l.n.r. Michael Dinkelmeier, Julian Faul, Rolf Bergdolt, Isabell Nödel, Michael Haller und
Michael Häcker Bild: DLRG Mönchsdeggingen
Vertreter der Wasserrettungsorganisationen der Kreiswasserwacht und Deutschen 
Donau-Ries - Mit einer nicht repräsentativen Umfrage haben die beiden Gemeinschaften aus dem Bereich der Wasserrettung bereits im Januar für große Aufmerksamkeit gesorgt, als die erschreckenden Ergebnisse aus der Umfrage bei Landrat Stefan Rößle und dem Haushaltsausschussvorsitzenden, MdL Peter Winter, des Freistaates Bayern vorgestellt wurden. Deutlich zeigte die Umfrage spiegelbildlich auf, dass das Schulschwimmen ernachlässigt wird und ein sicheres Schwimmen bei 4. Klässlern im Donau-Ries nicht mehr selbstverständlich ist. Wie wichtig der Bevölkerung der Erhalt von Bädern ist, hat letztmalig die Aktion „Eine Woche Almarin“ mustergültig für den gesamten Freistaat Bayern bewiesen, so die beiden Wasserrettungsorganisationen.
Die Vertreter stellten im Austauschgespräch weiter fest, dass durch den Verlust der Bäder es für die Rettungsorganisationen sehr schwer wird Ihren Aufgaben in der Wasserrettung aber auch bei Schwimmkursen nach zu kommen. So gibt es immer weniger Rettungsschwimmer und damit auch weniger Aufsichten für die noch vorhanden Hallenund Freibäder. Die beiden Organisationen sehen gerade im Hinblick auf den Betrieb und die Erhaltung von kommunalen Hallenbädern den Freistaat Bayern in der Pflicht den Kommunen vor allem auf dem Land dringend Unterstützung. „Wir brauchen keine Spaßbäder sondern kostengünstige Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten“. Die Staatsregierung hat nach Ansicht der Wasserrettungsorganisationen noch intensiver das Schwimmen und vor allem das Schulschwimmen zu fördern und auch einzufordern. Immer weniger Kinder lernen Schwimmen – eine Grundfertigkeit die bereits im frühen Kindesalter erlernt werden muss. Die Wasserrettungen mahnen dabei: Je später das Schwimmen erlernt wird umso mehr erhöht sich das Risiko eines Badeunfalles!
Beim gemeinsamen Austauschgespräch in der Waldschenke Eisbrunn konnten die Kreiswasserwacht und DLRG über die weitere gemeinsame Arbeit im Landkreis Donau- Ries austauschen. So möchte man künftig noch enger zusammen arbeiten. Die Thematik Hallenbäder behalten die beiden Organisationen fest im Auge und haben hierzu schon feste Planungen für weitere Aktionen getroffen. (pm)