Mit einer Sonderausstellung würdigt das Museum KulturLand Ries den Künstler Albert Meyer (1881–1948). Dieser hatte über 30 Jahre hinweg mit verschiedenen Zeichen-, Mal- und Drucktechniken mehr als 70 Ortsansichten geschaffen. Die bildlichen Zeugnisse aus dem Grenzgebiet Bayerisch-Schwabens und Mittelfrankens sind nun vom 24. April bis zum 7. Februar in Maihingen zu sehen.
Liebe zur Heimat der Eltern und der Ehefrau
Eigentlich war Albert Meyer Bauingenieur im Dienst der Stadt München und die Amateurfotografie seine Leidenschaft. Bei Wettbewerben im In- und Ausland gewann er mit seinen Fotografien sogar Preise. Meyer entdeckte jedoch das Zeichnen und Malen für sich und ließ sich an Münchner Malschulen unterrichten. Fortan bildeten die oberbayerischen Moose, Seen und Voralpen seine Hauptmotive. Doch immer wieder führten seine familiären Verbindungen den gebürtigen Münchner und Wahl-Gröbenzeller auch an den Kraterrand und zu den Ausläufern des Nördlinger Rieses - seine Eltern stammten aus Lentersheim am Hesselberg, die Ehefrau Centa kam aus Wemding.
Ortsansichten vom Kraterrand erstmals in einer Ausstellung zu sehen
In fast vier Jahrzehnten entstanden mehr als 680 Werke. Den Teil der Ortsansichten vom Kraterrand mit Motiven aus Harburg, Fünfstetten, Wemding, Auhausen, Wassertrüdingen, Lentersheim, Röckingen, Dinkelsbühl und Nördlingen zeigt nun erstmals das Museum KulturLand Ries. Die Arbeiten, von der Bleistift- und Tuschezeichnung bis hin zum Aquarell und Ölgemälde, sowie kontextualisierende Exponate sind auf der Ausstellungsfläche im Brauhaus (Klosterhof 8) in Maihingen zu sehen.
Mit der MuseumsApp am Kraterrand
Mittels der MuseumsApp bietet das Museum KulturLand Ries einen digitalen Rundgang durch die Sonderausstellung an. Dieser stellt den Exponaten gegenwärtige Fotografien von Christian Besimo gegenüber. Begleitend zur Ausstellung ist außerdem ein auf 500 Exemplare limitierter und nummerierter Katalogband erschienen. Dieser ist für 16,00 Euro im Museumsshop und über die regionalen Buchhandlungen erhältlich. Veranstaltungen im Begleitprogramm sind auf der Internetseite unter www.mklr.bezirk-schwaben.de zu finden. (dra)