Frühjahrskonzert

Ein Frühjahrskonzert als musikalischer Hochgenuss

Frühjahrskonzert 2026 der Stadtkapelle Nördlingen Bild: Helena Ott / Stadt Nördlingen
Das Frühjahrskonzert der Stadtkapelle Nördlingen begeistert das Publikum mit musikalischer Vielfalt und eindrucksvollen Klangbildern. Zudem konnte einem Mitglied zu einer bestandenen Prüfung gratuliert werden.

Mit einem abwechslungsreichen und klang gewaltigen Programm, hat die Stadtkapelle Nördlingen beim diesjährigen Frühjahrskonzert ihr Publikum in der voll besetzten Schillerhalle begeistert. Unter der Leitung ihres Dirigenten Armin Schneider präsentierten die Musikerinnen und Musiker ein facettenreiches Konzert, das von klassischen Märschen über sinfonische Blasmusik bis hin zu Filmmusik und modernen Kompositionen reichte.

Bereits der Auftakt mit dem schwungvollen Konzertmarsch „Einzug der Gladiatoren“ von Julius Fucík sorgte für Aufmerksamkeit und weckte mit seinem unverwechselbaren Charakter Assoziationen an die Welt des Zirkus.

Oberbürgermeister David Wittner begrüßte im Anschluss die zahlreichen Gäste und würdigte die hohe musikalische Qualität sowie das Engagement der Stadtkapelle für das kulturelle Leben der Stadt.

Musikalisches Zeichen für europäische Freundschaft

Charmant und informativ führte Moderatorin Antonia Engert durch den Abend und gab dem Publikum interessante Einblicke in die einzelnen Werke. So spannte das Programm einen weiten Bogen: Mit „Prato – Brücke für den Frieden“ von Fritz Neuböck wurde ein eindrucksvolles musikalisches Zeichen für Verständigung und Freundschaft zwischen europäischen Völkern gesetzt. Das symphonische Blasorchesterwerk beschreibt in fünf Bildern die lange Städtepartnerschaft von Prato in Italien mit Ebensee in Österreich und Wangen im Allgäu.

Es folgte eine klangliche Weltreise mit „In 80 Tagen um die Welt“ von Otto M. Schwarz, die die Zuhörer auf die Spuren des Abenteurers Phileas Fogg mitnahm. Die Stadtkapelle setzte den Roman von Jules Verne als musikalische Erzählung mit Elan eindrucksvoll um. Anschließend entführte „Oregon“ von Jacob de Haan in die weiten 
Landschaften Nordamerikas und überzeugte durch seine abwechslungsreichen musikalischen Bilder, welches vom Orchester klangvoll und imposant dargeboten wurde.

Vor der Pause brachte der „Glückstreffer-Marsch“ von Lukas Bruckmeyer nochmals beschwingte Unterhaltung und sorgte für einen schwungvollen Übergang in die Konzertpause.

Ehrung und nostalgische Erinnerungen

Ein besonderer Moment des Abends war zudem die Ehrung von Magdalena Köhnlein, die erfolgreich die D3-Prüfung abgelegt hat. Oberbürgermeister David Wittner, Stadtkapellmeister Oliver Körner und Armin Schneider würdigte damit ihre musikalische Leistung und ihr Engagement im Orchester.

Der zweite Konzertteil begann mit der bekannten Titelmelodie der Fernsehsendung „Musik ist Trumpf“, die nostalgische Erinnerungen weckte. Mit der eindrucksvollen Filmmusik zu „Das Boot“ von Klaus Doldinger tauchte das Publikum anschließend in die Tiefen der Meere mit der U 96 ab. Synthezisereffekte, Blechbläsereinwürfe und lyrische Passagen, überzeugend von den einzelnen Registern interpretiert, ließen das Filmepos lebendig werden.

Anspruchsvolles Werk und stimmungsvoller Abschluss

Ein besonderes Highlight stellte das anspruchsvolle Werk „Godzilla Eats Las Vegas“ von Eric Whitacre dar. Das Orchester verstand es mit Bravour die vielen verschiedenen Stile und Effekte mit großem Einsatz und Spielfreude einzusetzen und somit die außergewöhnlichen darstellerischen Anforderungen gekonnt zu meistern. Dafür ernteten die Musiker begeisterten Applaus.

Den stimmungsvollen Abschluss bildete ein Medley aus Leonard Bernsteins weltberühmtem Musical „West Side Story“. Mit bekannten Melodien wie „America“, „Tonight“ und „Mambo“ verabschiedete sich die Stadtkapelle eindrucksvoll von ihrem Publikum.

Das Frühjahrskonzert 2026 zeigte einmal mehr die musikalische Bandbreite und das hohe Niveau der Stadtkapelle Nördlingen. Für den lang anhaltenden Applaus bedankte sich das Orchester mit zwei Zugaben: der „Petersburger Schlittenfahrt“ sowie dem Konzertmarsch „Hoch Heidecksburg“, mit dem ein kurzweiliger und unterhaltsamer Konzertabend seinen stimmungsvollen Abschluss fand. (dra)