Bekanntheitsgrad steigt

Mitgliederversammlung Geopark Ries e.V.

Geschäftsführerin Heike Burghardt, Landrat Stefan Rößle, OB David Wittner. Bild: Doris Dollmann
„Die Kommunen und die Menschen stehen dahinter, und das ist das Wichtigste!“, dieses Fazit zog der Donau-Rieser Landrat Stefan Rößle bei der 5. Mitgliederversammlung des Geopark-Vereines. Spätestens seit der Unesco Zertifizierung steige der Bekanntheitsgrad, wie sich nun zeigt.

Einstimmig hat der Verein den Finanzplan für das laufende Jahr 2023. Er schließt mit 280 700 Euro bei den Ausgaben und Einnahmen ab. Haupteinnahmequelle sind der Zuschuss vom Landkreis in Höhe von 135 000 Euro sowie die Mittel aus den Förderprogrammen mit 107 000 Euro.

Die Mitgliedsbeiträge der 40 Kommunen betragen 20 000 Euro, also 50 Euro im Jahr. Bei den Ausgaben stehen fast 90 000 Euro für Marketing zu Buche, 24 900 Euro für die Unesco und 55 000 Euro für diverse Förderprojekte.

Geopark-Schulen

Während die Unesco Zertifizierung alle vier Jahre neu erworben werden muss, ist die Bezeichnung Unseco-Schule mit Urkunde und Schild auf drei Jahre begrenzt. Wie Geschäftsführerin Heike Burghardt erklärte, hätten auch die Grundschule Mönchsdeggingen, das Albrecht-Ernst Gymnasium Oettingen, das Theodor-Heuss-Gymnasium und die Wirtschaftsschule Nördlingen sowie die Mittelschule Wemding ihr Interesse bekundet.

Derzeit ist die Alemannenschule in Kirchheim am Ries die erste und einzige Geopark-Schule.

Standort Besucherzentrum

Nach wie vor ist die Frage offen, wo das Besucherzentrum eingerichtet werden soll. Rößle führte aus, dass es nun neben dem ehemaligen Klosterarel in Mönchsdeggingen noch weitere Bewerbungen gebe.

Mönchsdeggingen bewirbt sich mit dem ehemaligen Hallenbad Almarin, die Stadt Oettingen u.a. mit dem Gebäudekomplex Hotel Krone, Reimlingen mit dem Tagungshaus, die Stadt Nördlingen mit den Ofnethöhlen, Donauwörth mit dem Klosterareal St. Ursula, Maihingen mit der ehemaligen Schule in Utzwingen, die Marktgemeinde Wallerstein mit dem Fürstlichen Keller und die Stadt Wemding mit dem Johannisweiher.

Nachdem die Stadt Harburg keine konkreten Objekte benannt hatte, falle diese Bewerbung wohl raus, so der Landrat. Es sei außerdem nicht nur die Bereitstellung der Räumlichkeiten gefragt. Er erwarte auch, dass sich die Kommunen u.a. personell mit einbringen.

Die Diskussion über die Standort laufe bereits seit 2018. Favorisiert wurde damals das ehemalige Kloster in Mönchsdeggingen, wobei von den Gesamtkosten in Höhe von 30 Millionen Euro die Hälfte von Privatseite kommen würde, nachdem dort auch ein Hotel entstehen soll.

Nach einem Mehrheitsbeschluss im Kreistag jedoch, wolle man nun allen Kommunen die Möglichkeit für eine Bewerbung geben. Am 09. Mai soll eine Informationsveranstaltung stattfinden. Mehrere Anlaufstellen mit jeweils einem Schwerpunkt könne man sich auch vorstellen, wie zum Beispiel den eins zu eins Nachbau einer ESA-Kapsel beim Nördlinger Rieskrater-Museum.

Nördlingens OB David Wittner gab jedoch zu bedenken, dass der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder nur für einen Standort 50 Prozent Zuschuss zugesagt habe. Der Dillinger Vizelandrat Alfred Schneid plädierte für „ein Zentrum - und das im Ries!“. Donauwörth scheide also von vornherein aus.

Keine Mitgliedschaft

Auch der Hohenaltheimer Bürgermeister Armin Sporys wäre dem Verein gerne beigetreten. Allerdings entschied sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung dagegen. Eine Privat- oder Fördermitgliedschaft ist aufgrund der Trennungsrechnung und des EU-Beihilferechts nicht möglich.

Darauf machte der Nördlinger Oberbürgermeister aufmerksam. Bis zur nächsten Versammlung soll jedoch geprüft werden, wie zukünftig Förderbeiträge oder Spenden per Gebührenordnung eventuell gehandhabt werden können.