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(Bild: Mara Kutzner)

Nach Demonstration: Gespräche in der Erstaufnahmeeinrichtung

Nach der gestrigen Versammlung von gambischen Asylbewerben am Donauwörther Bahnhof hat heute in Erstaufnahmeeinrichtung ein längeres Gespräch mit Vertretern der gambischen Gruppe und der Regierung von Schwaben stattgefunden.

Donauwörth – Bis zu 150 gamibische Flüchtlinge haben in den letzten Wochen ablehnende Bescheide bekommen. Eigentlich müssen sie Deutschland verlassen, um nach EU-Gesetz in Italien über ihr Asylverfahren entscheiden zu lassen. Auf eigene Faust, wie es die Gruppe am Montag Nachmittag versucht hatte, ist das aber nicht möglich. Die Polizei sperrte den Bahnhof, als die Flüchtlinge von dort aus Richtung Österreich und Italien fahren wollten.

Im Gespräch vermittelten die Vertreter der Regierung den Gambiern, wie diese legal aus Deutschland ausreisen können, teilte die Regierung von Schwaben mit. Außerdem wurde Unterstützung bei freiwilliger Ausreise zugesagt. Diese setzt voraus, dass die nötigen Einreise- und Aufenthaltspapiere für Italien oder andere Länder vorhanden sind.
Eine freiwillige Rückreise nach Gambia sei selbstverständlich auch möglich und werde im Falle unterstützt, so die Regierung.

Lange Wartezeiten und schwierige Bedingungen

Die Gambier haben sich bei der Regierung von Schwaben vor allem über die lange Aufenthaltsdauer in der Kaserne beklagt, denn bis die Flüchtlinge nach Italien geflogen werden, könnte es noch Wochen und Monate dauern. Weil ihre Asylanträge aber bereits abgelehnt wurden, bekommen die Afrikaner nach aktueller Rechtslage nun kein Taschengeld mehr.

Zwischen Regierung und Vertretern der gambischen Gruppe habe man sich nun darauf verständigt, Arbeitsgelegenheiten für 0,80 Cent pro Stunde so weit wie möglich auszuweiten. Auch die räumliche Situation in der Erstaufnahmeeinrichtung soll verbessert werden. Nach Sanierungsarbeiten in einem Unterkunftsgebäude werden weniger Personen auf die einzelnen Zimmer verteilt werden.

Über Mara Kutzner

Redakteurin für online und blättle. Regionalpolitischen Kontroversen und sozialkritischen Themen geht sie mit Nachdruck auf den Grund. Stellt gerne kritische Fragen. Geht im Landkreis fürs blättle auf die Suche nach tollen Lifestyle Produkten. Ist auch privat sozial engagiert.