Der Forstbetrieb Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten bewirtschaftet seine Wälder vorbildlich nach den Nachhaltigkeitsgrundsätzen von PEFC, das hat ein vor Kurzem durchgeführtes Audit bestätigt. Damit kann nachgewiesen werden, dass die Art der Waldbewirtschaftung höchsten Anforderungen an Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit und gesellschaftliche Verantwortung gerecht wird.
PEFC? Um was handelt es sich bei dieser Abkürzung?
PEFC – diese Buchstaben stehen für das weltweit größte unabhängige Zertifizierungssystem für nachhaltige Forstwirtschaft. Sein Siegel belegt: Gekennzeichnete Holzprodukte stammen nachweislich aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Waldbewirtschaftung. So wird garantiert, dass der gesellschaftliche Bedarf nach dem Rohstoff Holz im Einklang mit anderen Ansprüchen an den Wald, zum Beispiel seiner Rolle als Erholungsraum sowie Lebensraum für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten steht. Im Rahmen eines zweitägigen Audits überprüfen unabhängige Gutachter umfassend, ob die PEFC-Standards durch den Forstbetrieb eingehalten werden – vergleichbar mit einem TÜV für die Art der Waldbewirtschaftung.
In diesem Jahr war Auditor Heinrich Förster am Forstbetrieb Kaisheim zu Gast. „Im Zuge unseres Waldbegangs überprüfen wir unter anderem, ob die durchgeführten Maßnahmen zielgerichtet und pfleglich erfolgten und so umgesetzt werden, dass ein stabiler und artenreicher Mischwald entsteht“, erklärt er bei der Abarbeitung eines umfangreichen Kriterienkatalogs. Geprüft wird hierbei die Einhaltung der Nachhaltigkeitsstandards bei der Holzernte sowie der Pflanzung und Pflege junger Wälder.
Freude über positive Ergebnisse bei Audit
Auch der Erhalt von Bodendenkmälern sowie Feuchtbiotopen, die Nutzung von Windenergie im Wald und das Jagdmanagement wurden einer intensiven Betrachtung unterzogen. Besonders hervorheben konnte der erfahrene Auditor bei den Ergebnissen unter anderem die positive Entwicklung beim Waldumbau hin zu stabilen Mischwäldern, bei der die ersten Erfolge eines vor zwei Jahren neu eingeführten Bejagungskonzepts zu sehen sind. Denn nur durch ein begleitendes Konzept zur Wildbewirtschaftung, das sowohl den Ansprüchen des Waldes als auch des Wildes gerecht wird, können sich die Wälder weitgehend natürlich und unbeschadet von Wildverbiss entwickeln.
Dass die tägliche Arbeit des Teams am Forstbetrieb Kaisheim in so einem Audit anerkannt wird, darüber freut sich Forstbetriebsleiter Georg Dischner: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich täglich mit viel Herzblut für die nachhaltige Bewirtschaftung der uns anvertrauten Wälder ein. Es ist schön zu sehen, dass dieses Engagement mit einem durchweg positiven Zeugnis honoriert wird“.
Gleichzeitig verspricht er, dass auch zukünftig die hohen Standards des PEFC-Systems konsequent umgesetzt werden. Ziel bleibt es, den Wald und seine Vielfalt an Arten und deren Lebensräumen langfristig zu sichern und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz sowie zur regionalen Wertschöpfung zu leisten. (dra)
Bei Interesse an nachhaltiger Forstwirtschaft und Themen wie Klimawandel und Waldumbau finden Sie mehr Informationen unter: www.baysf.de