24. Januar 2019, 13:23

Fortbildung zur Entwicklung von artenreichem Grünland

Auf dem Bild zu sehen (v.l.n.r.): Rudi Schubert, Thomas Nebinger, Friederike Raab, Monika Reicherzer, Stefanie Ries, Nicole Vervoort, Dr. Frank Molder, Alexander Helber, Bianca Brandner (stehend), Vera Mayer, Wolfgang Neff (verdeckt), Claudia Tendyra-Bablok, Gerda Fischer, Thomas Lutz (stehend)

Bild: Nina Müller
Die erste Sitzung des Bund Naturschutz-Kreisverbandes Donau-Ries im Jahre 2019 stand ganz im Zeichen des anstehenden Volksbegehrens „Artenvielfalt in Bayern – Rettet die Bienen“. Die Anwesenden konnten sich über die Entwicklung von artenreichem Grünland und Blühstreifen informieren.

Die erste Sitzung des Bund Naturschutz-Kreisverbandes Donau-Ries im Jahre 2019 stand ganz im Zeichen des anstehenden Volksbegehrens „Artenvielfalt in Bayern – Rettet die Bienen ab 31.Januar. So konnten sich gut 20 BN-Mitglieder im Rahmen eines Fachvortrages von Herrn Dr. Frank Molder, Oettingen, über die Entwicklung von artenreichem Grünland und Blühstreifen informieren.

Dabei wurde die enorme Bedeutung blütenreicher Flächen als Nahrungs- und Fortpflanzungslebensraum für zahlreiche Insektenarten angesprochen. Dr. Molder betonte die Notwendigkeit, dass auf einem Teil der privaten, kommunalen und landwirtschaftlichen Grünflächen über die Sommermonate ein ausreichendes Blütenangebot zur Verfügung steht. Die häufig sehr intensive Mahd und Düngung auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen und auch auf privaten Rasenflächen sowie die inzwischen stark verbreitete Mulch- und Schlegelmahd auf den vielen Randstreifen und Nebenflächen der Verkehrswege und Gewässer haben jedoch zu einem extremen Rückgang des Blütenangebotes geführt. Neben Gartenbesitzern und der Landwirtschaft sind daher auch besonders die Kommunen und Landkreise gefordert, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Wie Dr. Molder ausführte, reicht es dabei nicht, nur an exponierter Stelle ein paar Blühstreifen anzulegen und den überwiegenden Rest der Grün- und Nutzflächen in ihrem schlechten Pflegezustand zu belassen.

Oft können Flächen allein durch eine angepasste, extensive Pflege zu blüten- und strukturreicheren Beständen entwickelt werden. Für eine erforderliche Neuanlage von Blühflächen wurde auch auf die richtige Artenauswahl und die Verwendung von gebietseigenem Saatgut eingegangen. So sollten sich die Blühmischungen idealerweise an dem entsprechenden, regionalen Spektrum heimischer Wildpflanzen orientieren, damit gut gemeinte und dringend notwendige Maßnahmen zur Förderung und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt nicht zu einer Verfälschung der Pflanzenwelt führen. (pm)